St. Galler Stadttheater zieht für zwei Jahre in einen Holzbau

Das 1968 eröffnete St. Galler Stadttheater wird saniert und erweitert. Dafür heisst es umziehen: Letzte Woche sind die Bauarbeiten für ein Provisorium gestartet. Der Holzbau vor der Tonhalle soll im September dieses Jahres bezugsbereit sein; er wird dem Theater St. Gallen während zwei Saisons als provisorische Spielstätte dienen.

Das Provisorium mit dem Namen UM!BAU ist 50 m lang und 26 m breit und fasst rund 500 Besucherinnen und Besucher. Gebaut wird es vom Gossauer Holzbauunternehmen Blumer-Lehmann. Die Elemente aus Fichten- und Tannenholz werden aus 350 m3 Holz vorgefertigt. Das Dach und die Fassaden werden mit Profilblech abgedeckt.
Visualisierung sg.ch

 

 

Das Theater St. Gallen wird ab kommendem Herbst saniert und erweitert. Um den Theaterbetrieb während der zwei Jahre dauernden Bauarbeiten zu gewährleisten, erstellt der Kanton St. Gallen in unmittelbarer Nähe ein provisorisches Theatergebäude. Der Bau dieses Provisoriums auf dem Unteren Brühl dauert sechs Monate; auf den 24. Oktober ist die Eröffnungspremiere angesetzt. Die Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten am Theater starten diesen Herbst und dauern bis Ende 2022. 

 

Das Theater-Provisorium beherbergt einen Eingangsbereich mit Kasse und Garderoben, ein Foyer mit Bar sowie den Saal mit Bühne, Orchestergraben und Tribüne. Im Untergeschoss befinden sich Infrastrukturräume wie Künstlergarderoben, Maske und Requisitenabteilung. Über eine gedeckte Passerelle ist das Provisorium mit der Tonhalle verbunden, so dass deren Infrastruktur und Räumlichkeiten auch dem Theaterbetrieb zur Verfügung stehen. 

 

Die Kosten für das Provisorium belaufen sich auf rund CHF 6 Mio. Bei der Erarbeitung der Bauvorlage schätzte das Baudepartement die Kosten auf etwa CHF 4,5 Mio. Der Bau des Provisoriums gestaltete sich allerdings aufwendiger als erwartet. Denn da das Gebäude zwei Jahre genutzt wird, muss es dieselben Anforderungen hinsichtlich Sicherheit und Brandschutz wie ein Neubau erfüllen. Der Kredit von CHF 48,6 Mio. für die Erneuerung und Erweiterung des Theaters sollte trotz höherer Kosten für das Provisorium ausreichen.

 


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