Nigelnagelneu: die ‹Swiss Timber Box›

Im Oktober wurde an der Berner Fachhochschule in Biel eine neue Grossbox aus Schweizer Holz für Gemüse und Kartoffeln vorgestellt. Mit von der Partie waren neben Vertretern der Holzindustrie wichtige Branchenakteure des Handels wie die Fenaco AG sowie die Verbandspräsidenten der Obst- und Gemüsebauern.

Prototyp der ‹Swiss Timber Box› in Biel
Bild Walter Furrer, Seedorf
 

 

Grossboxen aus Schweizer Holz sind in den letzten Jahrzehnten sukzessive durch ausländische Produkte ersetzt worden. Die ‹Swiss Timber Box› soll helfen, diese Erosion zu stoppen. Käferholz aus dem hiesigen Wald für diesen Zweck gibt es genug. Die nördlichen Kantone im Mittelland und Jura bis in den Thurgau verfügen derzeit immer noch über sehr viel Käferholz, das nur teilweise verkauft werden kann.

 

Das Projekt ‹Swiss Timber Box› wird von der Holzindustrie getragen und von der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz geleitet. Das Bundesamt für Umwelt BAFU beteiligt sich finanziell am Projekt. Konstruiert wurde die ‹Swiss Timber Box› vom Ingenieurbüro Pirmin Jung. Holzingenieur Stefan Beer hat die Konstruktion auf die Bedürfnisse der Obst- und Gemüsebauern abgestimmt.

 

Auch der Unterstammheimer Biobetrieb Rathgeb BioLog AG, die am selben Ort ansässige Sägerei Konrad Keller AG und die WK-Paletten AG in Signau wollen einen Beitrag dazu leisten, die grossen Käferholzbestände abzubauen. Die drei Partner stellen aus 400 m3 Fichten-Käferholz insgesamt 1000 Grossboxen her, wie sie bereits im März bekanntgegeben haben. Die Boxen dienen der Lagerung und dem Transport biologisch angebauter Kartoffeln und Karotten.

 


Links www.holz-bois-legno.ch  | www.lignum-zentral.ch | www.konradkellerag.ch