Neues Leimwerk von Blumer Lehmann ist in Betrieb
Seit Herbst 2025 stellt der Holzindustriebereich des Unternehmens selbst Leimholzprodukte her. Nun befindet sich auch die BSP-Fertigung in der Hochlaufphase. Mit der neuen Produktionslinie für Brettschichtholz (BSH) und Brettsperrholz (BSP) schliesst Blumer Lehmann am Stammsitz Erlenhof in Gossau eine Lücke in der eigenen Wertschöpfungskette, wo das Unternehmen aus rund 175'000 Festmetern Schweizer Rundholz pro Jahr bereits Schnittholz, Hobelware, Keilzinkenprodukte und Pellets produziert.
Auf der BSP-Linie entsteht neben klassischem Brettsperrholz auch CLT-clever, ein von Blumer Lehmann patentiertes System. Im Gegensatz zu herkömmlichen Brettsperrholz aus vollflächig kreuzweise verleimten Brettlagen, bleiben die Aussenschichten bei CLT-clever einschichtige Massivholzplatten, die Querlagen dazwischen werden nicht vollflächig ausgeführt, sondern mit gezielt positionierten Lamellenstrukturen. Laut Unternehmensangaben soll dadurch bis zu 30% Material eingespart werden können.
Rund die Hälfte der neu produzierten Elemente soll direkt in die unternehmenseigene Modul- und Holzbaufertigung fliessen. Blumer Lehmann begründet die Investition mit einer stärkeren Integration der Materialströme sowie tieferen Transportemissionen, da bislang ein Teil des Rundholzes für die Leimholzproduktion externe Werke durchlaufen musste, bevor die Halbfabrikate wieder nach Gossau gelangten.
Quelle: Blumer Lehmann | Holzkurier