Luzern soll in Wald und Holz investieren

Der Luzerner Kantonsrat hat am letzten Tag seiner Septembersession verschiedene parlamentarische Vorstösse zum Thema Klimawandel behandelt. Der Kanton soll sein Beschaffungswesen so anpassen, dass der Umweltschutz und die Bekämpfung des Klimawandels höher gewichtet werden. Zudem soll er den Baustoff Holz entschiedener fördern als bisher – und zugleich in den Wald investieren.

Konkret soll der Regierungsrat prüfen, ob öffentliche Hochbauten künftig mehrheitlich mit dem Werkstoff Holz realisiert werden können. Der Kantonsrat hat ein entsprechendes Postulat (P 34) für erheblich erklärt. Gedanklicher Hintergrund des Vorstosses ist die Tatsache, dass aus Holz erstellte Bauwerke langlebige Kohlenstoffdepots bilden, während im Wald laufend neuer Kohlenstoff im Baumwachstum gebunden wird.

 

Ebenso soll der Kanton Luzern seinen Gebäudepark CO2-neutral realisieren und bewirtschaften. Der CO2-Überhang, welcher trotz des Einsatzes entsprechender Baumaterialien und -technologien resultiert, soll durch Investitionen in den Luzerner Wald kompensiert werden. Auch hier hat der Kantonsrat ein entsprechendes Postulat (P 36) für erheblich erklärt und damit bekräftigt, dass der Kanton hinsichtlich Klimaneutralität mit gutem Beispiel vorangehen soll.

 

Pro Tonne CO2, für die sein Gebäudepark verantwortlich ist, soll der Kanton im Umfang des durchschnittlichen europäischen CO2-Zertifikatpreises in den Luzerner Wald investieren – und zwar nicht in die Subvention der Holzernte, sondern in die Aufforstung nach Borkenkäfer- oder Sturmereignissen und in die Jungwaldpflege. So sollen die Funktionen des Luzerner Waldes als CO2-Speicher, als Lieferant von CO2-neutralem Baumaterial, als Arbeitgeber, als Klimaregulator und Landschaftselement langfristig sichergestellt werden.

 


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