Holz-Thurgauerin ist zurück in der Heimat

Mit einer Feierstunde wurde im Oktober die hölzerne ‹Woodvetia›-Skulptur von Hildegard Kissling im kantonalen Verwaltungsgebäude in Frauenfeld empfangen. Das Kunstwerk findet dort nach langer Reise durch die Schweiz einen dauerhaften Standort. Hildegard Kissling war als Repräsentantin der Schweizer Bevölkerung in einem Publikumsvoting für eine Holz-Statue ausgewählt worden.

Feierstunde in Frauenfeld: Paul Koch (links) und Hildegard Kissling (rechts) flankieren die ‹Woodvetia›-Skulptur. Ganz rechts die Thurgauer Regierungsrätin Carmen Haag.
Bild Lignum Ost
 

 

Das Bundesamt für Umwelt und die Wald- und Holzbranche haben vor zwei Jahren die Kampagne ‹Woodvetia› lanciert, um die Diskussionen um das Schweizer Holz in Gang zu bringen. Der Künstler Inigo Gheyselinck hat dafür aus verschiedenen Schweizer Holzarten 20 lebensgrosse Holzskulpturen von Persönlichkeiten wie Johanna Spyri, Gottlieb Duttweiler oder auch Simon Ammann geschaffen.

 

Die 69-jährige Hildegard Kissling aus Aadorf, ehemalige Telefonistin der PTT, wurde bei einen Publikumswettbewerb als ‹Frau aus dem Volk› ausgewählt. Aus einer 90 Jahre alten Berner Bergulme wurde dann ihr Ebenbild geschnitzt. Die Skulptur tingelte knapp zwei Jahre durch die Schweiz, stand auf dem Waisenhausplatz in Bern, bei der Triennale in Bad Ragaz und sogar im Bundeshaus. Nun kehrte die hölzerne Hildegard Kissling in ihren Heimatkanton zurück.

 

Regionales Holz für Bauten im Kanton Thurgau

 

Kantonsrat Paul Koch konnte als Präsident von Lignum Ost im Glaspalast der kantonalen Verwaltung in Frauenfeld rund 30 Holzfachleute zu einer kleinen Feierstunde begrüssen. Dabei zeigten der Thurgauer Kantonsbaumeister Erol Doguoglu und sein Schaffhauser Amtskollege Mario Läubli verschiedene Beispiele auf, wo eigenes Holz bei kommunalen Bauten in den Einsatz kommt – ja sogar dem Holz den Vorrang zu geben ist.

 

Doguoglu bemerkte, dass sich Holz besonders bei Bauten mit grossen Spannweiten eignet und auch Käferholz durchaus die statischen Anforderungen erfüllt. ‹Wir müssen nicht mehr um den Baustoff Holz kämpfen, nur noch das Schweizer Holz plazieren›, bemerkte Toni Horat, der als OK-Präsident der ‹Tage des Schweizer Holzes› von 2017 hie und da auch als ‹Mister Woodvetia› bezeichnet wird. Die Regierungsrätin Carmen Haag dankte als Chefin von Wald und Bau den Beteiligten für das Engagement für das Schweizer Holz und überreichte Hildegard Kissling ein Sackmesser.

 


Link www.lignum-ost.ch