Führungswechsel bei Holzbau Schweiz

Mehr als 400 Mitglieder und Gäste fanden sich am 30. August zum Impulstag Holz und zur 113. Generalversammlung von Holzbau Schweiz in Bern ein. Im Zentrum stand der Führungswechsel: Der langjährige Zentalpräsident Hans Rupli übergibt an Hansjörg Steiner.

Hans Rupli (links) übergab in Bern das Zentralpräsidium von Holzbau Schweiz an seinen Nachfolger Hansjörg Steiner (rechts).
Bild Holzbau Schweiz

 

 

Nach zwanzig Jahren als Zentralpräsident verabschiedete sich Hans Rupli im Scheinwerferlicht des Berner Kursaals wie ein Staffelläufer: Nicht mit einem Stab, aber mit der Übergabe einer symbolischen Glocke, wie sie im Nationalrat dazu dient, den Saal immer wieder einmal zur Ruhe zu mahnen, übergab Rupli den Lead der Veranstaltung mitten im Verlauf der Generalversammlung seinem bereits vor einem Jahr gewählten Nachfolger Hansjörg Steiner und überliess diesem den Platz am Rednerpult.

 

Die Anwesenden ehrten sein langjähriges Wirken in diesem Augenblick mit stehendem Applaus und anschliessend mit einem Reigen von Grussworten. Nationalrätin Sylvia Flückiger würdigte als Lignum-Präsidentin Ruplis grosse Verdienste um die Entwicklung der gesamten Schweizer Holzbranche. Peter Aicher, Präsident von Timber Construction Europe, überbrachte Hans Rupli eine Ehrenmedaille für seine Verdienste auf europäischer Ebene.

 

Optimismus für die Zukunft

 

Unter der Führung des 55-jährigen Hansjörg Steiner blickt der Verband Holzbau Schweiz optimistisch in die Zukunft. Hans Rupli hinterlässt seinem Nachfolger einen kerngesunden Verband in einer wachsenden Branche.

 

‹Die Wettbewerbsfähigkeit der Branche ist einer der Schwerpunkte in der kommenden Legislatur, aber auch attraktive Arbeits- und Anstellungsbedingungen sind entscheidende Erfolgsfaktoren. Wir wollen den Baustoff Holz noch moderner positionieren und Markanteile dazugewinnen›, so Steiner.

 

Angesichts der Digitalisierung bildet der Ausbau eines modernen Ausbildungssystems die Basis dafür. Die Förderung der Mitarbeiter ist ein weiteres Ziel, um gute Berufsleute in der Branche zu halten.

 

Dirgieren, aber richtig

 

Am Impulstag sprach Dirigentin Lena-Lisa Wüstendörfer zum Thema ‹Dirigieren, Leadership, Teamspirit›. Welche Parallelen gibt es zwischen einer Firma und einem Orchester?

 

Die Dirigentin nahm das Publikum auf eine Reise in die Orchesterwelt mit. Wüstendörfer erklärte unterschiedliche Führungsstile und deren Auswirkungen auf die Musiker.

 

‹Heute verlangen Musiker als Spitzenkräfte in ihrem Fach Mitgestaltungsfreiraum›, fasste Wüstendörfer zusammen. Wer ihn seiner Crew gewährt, legt damit einen wichtigen Boden für die erfolgreiche Umsetzung seiner unternehmerischen Ziele: Dies ein Fazit des Impulstags Holz in Bern.

 


Link www.holzbau-schweiz.ch