Lignum Holzwirtschaft Schweiz

Freiburger Staatsrat genehmigt Waldrichtplanung

Der Freiburger Staatsrat hat die ‹Strategie Freiburger Wald 2025› genehmigt. Damit stimmte er strategischen Zielen zu, welche die Arbeit aller öffentlichen Akteure des Freiburger Walds vorgeben.

Die am 11. Oktober genehmigte ‹Strategie Freiburger Wald 2025›  ist die erste Waldrichtplanung, die das gesamte Kantonsgebiet abdeckt. Sie ist das Resultat eines zweijährigen Mitwirkungsverfahrens, bei dem sowohl die Waldbesitzer, Verbände und Forstkorporationen als auch die Bevölkerung mit einbezogen wurden. Anschliessend wurde die Strategie im vergangenen Januar in die öffentliche Vernehmlassung gegeben.

 

Fünf Leitsätze für die Bewirtschaftung

 

In der ‹Strategie Freiburger Wald 2025› werden fünf generelle Grundsätze festgelegt, die bei der forstlichen Bewirtschaftung berücksichtigt werden müssen. Sie bilden sozusagen das Gerüst, den ‹Stamm› der Waldbewirtschaftung in den kommenden zehn Jahren. Aus diesen fünf Grundsätzen gehen zwölf strategische und 24 operative Ziele hervor. Diese waren wiederum die Grundlage für ein zweites Dokument mit 85 Massnahmen, die in den nächsten zehn Jahren umgesetzt werden sollen.

 

Die fünf Grundsätze lauten wie folgt: Die Waldfläche bleibt in ihrer Fläche und in ihrer Verteilung erhalten. Die Waldbewirtschaftung berücksichtigt die Grundsätze der Nachhaltigkeit und der Multifunktionalität. Die Rahmenbedingungen für eine leistungsfähige Forstwirtschaft sind vorhanden. Die Qualität der Waldbestände, des Waldbodens und des Grundwassers sind sichergestellt. Die forstlichen Akteure und die Bevölkerung kennen die forstlichen Herausforderungen und die damit verbundenen Tätigkeiten.

 

Suche nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten

 

Die Multifunktionalität (Produktion, Schutz, Biodiversität, Erholung) bleibt ein zentrales Element der Bewirtschaftung, die es dem Wald ermöglicht, mehrere Funktionen in ein und demselben Massiv wahrzunehmen. Dies ist besonders wertvoll in einem so begrenzten und dicht genutzten Gebiet wie der Schweiz.

 

Auf finanzieller Ebene kann die Produktion aufgrund des Holzpreises jedoch nicht mehr die ganzen Kosten des multifunktionalen Waldunterhalts decken. Aufgrund der beschränkten Mittel des Kantons zeigt die ‹Strategie Freiburger Wald 2025› komplementäre Finanzierungsmöglichkeiten auf, welche die Nutzniesser der Leistungen des Waldes stärker mit einbeziehen.

 


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