Lignum Holzwirtschaft Schweiz

Chalets für urbane Outdoor-Geniesser im Val d'Anniviers

Vor zehn Tagen hat die Reka ihr saniertes und erweitertes Feriendorf in der Walliser Gemeinde Zinal wiedereröffnet – mit viel Holz. Für die Innenraumgestaltung zeichnet der Architekt Andrin Schweizer, breiter bekannt dank der Fernsehsendung ‹Happy Day›.

 

 

 

Winterferienstimmung im Val d'Anniviers

Impressionen aus dem Gemeinschaftshaus (Mitte und unten) im wiedereröffneten Reka-Feriendorf Zinal (oben).

Bilder Reka

 

 

Mit ihren 2800 Ferienwohnungen ist die sozialtouristisch ausgerichtete Reka die zweitgrösste Anbieterin auf dem Schweizer Ferienwohnungsmarkt. Die Aarberger Jenzer+Partner AG Ingenieure und Planer haben das 1968 erstellte Reka-Feriendorf in Zinal im Val d'Anniviers energetisch saniert und durch zwei Neubauten ergänzt. Einer davon ist ein Wohngebäude mit elf neuen Apartments, so dass nun ingesamt 42 Wohnungen zur Verfügung stehen. Das andere ist ein Gemeinschaftshaus mit Gastronomiebereich, Lounge und Weinbar.

 

Für die Wiedereröffnung des Feriendorfs Zinal hat sich die Reka einen speziellen Partner gesucht: den Outdoor-Anbieter Mammut. Reka verfügt über familienfreundliche Infrastruktur, Mammut über viel Erfahrung im Bergsport. Zusammen wollen sie in Zinal und später auch in anderen Feriendörfern Familien, Paare, aber auch Einzelpersonen in die Schweizer Berge bringen – mit besonderem Augenmerk für ein urbanes Publikum, das Outdoor-Abenteuer sucht.

 

Ansprache über Raumgefühl

 

Um die grosse neue Zielgruppe städtischer Naturliebhaber anzusprechen, warten die Chalets des Feriendorfes im Innern mit unerwartetem Pepp auf: Für die Raumgestaltung zeichnet der Architekt Andrin Schweizer, einem breiteren Publikum über die ‹Laborbar› im ehemaligen Zürcher Industriequartier bekannt, wo die Talkshow ‹Aeschbacher› produziert wird, oder wohl noch besser durch seine Umbauten für die Fernsehsendung ‹Happy Day›.

 

Schweizer hat unter anderem Flagshipstores für Jura und Kuoni gestaltet. Den einen oder anderen wird seine gigantische Puddingskulptur ‹Manna› für Coop auf der Arteplage Neuenburg der Expo.02 noch in Erinnerung sein. Schweizer hat aber auch ein Flair für das Alpine: So hat er das Hotel Grimsel-Hospiz reanimiert, im ‹Chedi› in Andermatt Privatwohnungen gestaltet, für das ‹Regina› in Grindelwald Innenräume entworfen, in Davos frischen Wind ins Hotel ‹Schatzalp› gebracht und am selben Ort das ‹Bellevue› sanft geliftet.

 

Mehrwert ohne Preiszuschlag für die Gäste

 

In Anbetracht dieser Referenzen scheint das Engagement im Bereich Sozialtourismus nicht ganz naheliegend. Wie ist es zur Zusammenarbeit mit der Reka gekommen? ‹Wir wurden von der Reka direkt angefragt, ob wir die Gestaltung der Innenarchitektur im umgebauten und erweiterten Feriendorf in Zinal übernehmen möchten›, erklärt Andrin Schweizer auf Anfrage. ‹Der Wunsch der Reka war es, in diesem Feriendorf mehr Wert auf die atmosphärische Gestaltung zu legen. Da mich neue Herausforderungen immer interessieren, habe ich gerne zugesagt.›

 

Ganz einfach war die Aufgabe nicht zu lösen: ‹Die Herausforderung lag darin, meinen eigenen Ansprüchen als Gestalter innerhalb eines recht kleinen Budgets gerecht zu werden. Ferien in Zinal sollten nämlich nicht teurer sein als in anderen Reka-Dörfern, nur weil die Inneneinrichtung etwas aufwendiger ist. Es sollten gemütliche Räume entstehen, in denen man sich wohl und für die schönsten Tage im Jahr auch ein wenig zuhause fühlt. Ich denke, dass uns das ganz gut gelungen ist. Die ersten Feedbacks der Gäste sind auf jeden Fall durchwegs positiv.› Man kann hinzufügen: Draussen stimmt es auch – Zinal hat Pulverschnee.

 


Links  www.reka.ch | www.andrinschweizer.ch