Bündner Gemeinden wollen Holz gemeinsam vermarkten

Die Holzmärkte sind mit Schadholz überflutet, die Holzpreise stehen unter Druck. Die rentable Holzvermarktung ist daher für einzelne Gemeinden und Waldeigentümer schwierig geworden. Im Bündnerland soll ein Zusammenschluss von zwanzig Gemeinden mit Schulterschluss zum Zürichbiet die Lage verbessern.

Bild Holzvermarktung Graubünden AG

 

 

Mit dem Ziel der gemeinsamen Holzvermarktung und der Erschliessung weiterer Marktpotentiale haben sich am 20. September zwanzig Bündner Gemeinden zusammengeschlossen und mit CHF 400000.– Aktienkapital die Holzvermarktung Graubünden AG gegründet. Sie soll am Schweizer und europäischen Holzmarkt gemeinsam über 100000 Festmeter Holz jährlich vermarkten.

 

Das Unternehmen beschränkt sich jedoch nicht ausschliesslich auf den Kanton Graubünden. Erstmals in der Schweiz findet auch ein überkantonaler Schulterschluss statt: Als starker Minderheitsaktionär konnte die ZürichHolz AG gewonnen werden, der Holzvermarkter der Zürcher Waldbesitzer. ZürichHolz AG beliefert und betreibt auch Holzkraftwerke wie das HHKW Aubrugg AG in Zürich-Nord und ist an diversen Holzprojekten beteiligt, so zum Beispiel im Bereich Laubholznutzung oder industrielle Holzkohle.

 

Die Geschäftsaufnahme der Holzvermarktung Graubünden AG ist per 1. Oktober erfolgt. Seit diesem Datum nimmt die Gesellschaft Aufträge an. Bis Ende 2019 sollen mit den involvierten Gemeinden bevorzugte, langjährige Lieferverträge abgeschlossen werden, die beiderseitig Liefersicherheit garantieren. Die Gesellschaft bietet ihre Dienste darüber hinaus weiteren interessierten Gemeinden und Revieren an.

 


Link www.holzmarktplattform.ch