Bau eines ‹Tiny House› live in der Messehalle

Unter der Projektleitung von Holzbau Schweiz wird während der Messe HOLZ live ein Kleinhaus aufgebaut. Das Projekt entstand im Rahmen eines begleiteten Studenten-Architekturwettbewerbs mit der Berner Fachhochschule. Die Aktion an der Messe passt bestens zur aktuellen Diskussion um die Möglichkeiten von Kleinstwohnungen in Basel.

Das kompakte Gebäude in Holzbauweise soll den aktuellsten Wissenstand bezüglich Gestaltung, Konstruktion und Technik abbilden. Das ‹Tiny House› wird nach der Messe auf einem Grundstück in Bazenheid im Kanton St. Gallen wiederaufgebaut und als Wohnraum verwendet.
Bild holz.ch

 

Kleinsthäuser  und -wohnungen sind in, und das nicht nur in den USA, wo es eine eigentliche Bewegung gibt, die Genügsamkeit auf wenig Fläche propagiert, sondern seit einiger Zeit auch in der Schweiz. Neue Wohnformen mit geringerem Platzbedarf, verdichtetes Bauen, Aufstockungen, das Schliessen von Baulücken und die Nutzung von Brachen für Zwischennutzungen werden vor allem im städtischen Raum eifrig diskutiert und auch mit Erfolg erprobt.

 

Ganz besonders aber sind Kleinsthäuser derzeit am Rheinknie ein Thema. Der Basler Grosse Rat hat Ende letzten Jahres einen Vorstoss überwiesen, der den Boden bereiten will für eine Siedlung mit Minihäusern oder ‹Tiny Houses›, wie die Kleinstwohnungen in den USA heissen, wo sie oft mobil konstruiert werden – als Mittelding zwischen Wohnwagen und Häuschen.

 

Der Basler Regierungsrat muss nun prüfen, ob es ein geeignetes Areal gäbe, das sich für das Pilotprojekt einer Siedlung mit ‹Tiny Houses› eignen würde und wo erleichterte Bedingungen für das Aufstellen und das Bewohnen von Kleinwohnformen gewährt werden könnten. Wenn das Pilotprojekt positiv verläuft, soll die Erweiterung auf andere Areale ins Auge gefasst werden. Zudem gälte es dann die dafür nötigen rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen.

 


Link www.holzbau-schweiz.ch/de/messeholz | 18.5360 Anzug betreffend erste ‹Tiny House›-Siedlung in Basel