25 Jahre Lignum Vaud und die Auszeichnung der Gründungsmitglieder
Pflanzung einer Vogelbeere am Rande der grossen Halle von Senarclens, wo die Feierlichkeiten stattfanden. (Von links nach rechts: Daniel Ingold, Direktor von Cedotec; Marc Morandi, Abgeordneter im Grossen Rat des Kantons Waadt und Sekretär der FVE; Jakob Stark, Ständerat und Präsident von Lignum Schweiz; Vassilis Venizelos, Waadtländer Staatsrat; Philippe Nicollier und Francis Thévoz, ehemalige Präsidenten und Gründungsmitglieder von Lignum Waadt, Jean-François Diserens, Gründungsmitglied von Lignum Waadt; Gilbert Gubler, Präsident von La Forestière; Barbara Mange, Gemeinderätin von Senarclens, Stéphanie Delémont, Gemeindepräsidentin von Senarclens; Reto Emery, Vizepräsident und Gründungsmitglied von Lignum Vaud; Fernand Sauthier, Jean-Marc Thibaud und Philippe Zuberbühler, Gründungsmitglieder von Lignum Vaud; Yvan Pahud, Nationalrat und Präsident von Lignum Vaud. (Bildquelle: Lignum Vaud)
Lignum Vaud wurde am 21. Juni 2001 gegründet und entwickelte sich zum wichtigsten Förderer der Holzkette im Kanton Waadt. Seit einem Vierteljahrhundert bringt sie Akteure aus der gesamten Forst- und Holzwirtschaft zusammen und setzt sich für die Förderung von einheimischem Holz, für die Ausbildung sowie eine nachhaltige und innovative Entwicklung der lokalen Wirtschaft ein.
Anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums hat der Vorstand von Lignum Vaud den Preis «M & Mme Bois 2026» an seine Gründungsmitglieder verliehen: Francis Thévoz, Pierre Cherbuin, Jean-François Diserens, Reto Emery, Reynald Keller, Serge Lüthi, Philippe Nicollier, Vivien Pleines, Bernard Rüegg, Fernand Sauthier, Jean-Marc Thibaud und Philippe Zuberbühler.
Diese Auszeichnung würdigt ihre Weitsicht, ihr Engagement und ihren entscheidenden Beitrag zur Entwicklung der Waadtländer Holzindustrie. Der Preis «M & Mme Bois» wird seit 15 Jahren von Lignum Vaud in Zusammenarbeit mit dem FVE (Fédération vaudoise des entrepreneurs), Cedotec, Arboretum d’Aubonne und La Forestière verliehen.
Überreicht wurde die Auszeichnung von Yvan Pahud, Nationalrat und Präsident der Lignum Vaud. Dabei anwesend waren der waadtländische Staatsrat Vassilis Venizelos sowie Ständerat Jakob Stark, Präsident von Lignum Schweiz.
Ihre Anwesenheit unterstrich die wachsende Bedeutung von Holz in der Politik, für die ökologische Wende und die regionale Wirtschaft sowie in der nachhaltigen Raumplanung. In seiner Rede erinnerte der Vizepräsident von Lignum Vaud und Gründungsmitglied Reto Emery an den Weg, der seit 2001 zurückgelegt wurde. Damals war der Holzbau noch eine Nische, in der nur einige Pioniere aktiv waren. Fünfundzwanzig Jahre später hat sich Holz als unverzichtbarer Baustoff etabliert, der sowohl in Wohnhäusern, Schulen und öffentlichen Bauten wie auch bei Grossprojekten zum Einsatz kommt.
In seiner Rede erwähnte er zudem mehrere wegweisende Projekte, die von der Lignum Vaud vorangetrieben oder initiiert wurden: der Jahreskalender zur Würdigung kantonaler Holzprojekte, die Entwicklung der Caran d'Ache-Bleistifte aus Schweizer Holz, die mit Pellets befeuerte olympische Fackel bei den Olympischen Jugendspielen in Lausanne, die Einführung der Auszeichnung «Madame & Monsieur Bois» sowie die Unterstützung bei der Gründung der «Groupe bois» im Grossen Rat des Kantons Waadt.
Im Laufe der Jahre war die Lignum Vaud zudem eine treibende Kraft bei der Weiterentwicklung der politischen Rahmenbedingungen zugunsten von heimischem Holz und hat dazu beigetragen, dass Waadtländer und Schweizer Holz im öffentlichen Bauwesen stärker berücksichtigt wird. Diese Bemühungen haben zu einem Paradigmenwechsel geführt: Holz wird heute als lokale und erneuerbare Ressource anerkannt, die für die strategische Bewältigung der ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit genutzt werden sollte.
Lignum Vaud ist auch ein wichtiger Partner für die Lignum Schweiz, insbesondere für die Westschweizer Geschäftsstelle Cedotec. Gemeinsam konnte die Förderung von Holz in der Romandie vorangetrieben und gross angelegte Projekte umgesetzt werden. Dies zeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen kantonalen, regionalen und nationalen Akteuren entscheidend ist, um die Vorzüge von Holz hervorzuheben und die Forst- und Holzwirtschaft zu stärken.
Als Symbol für das Erbe und den generationenübergreifenden Austausch wurde zu Ehren der Gründungsmitglieder eine Vogelbeere gepflanzt. Der Baum verkörpert Widerstandsfähigkeit, Erneuerung und Langlebigkeit und damit auch die Werte, die Lignum Vaud seit 25 Jahren prägen und die die Organisation in die Zukunft tragen will.
In einer Zeit der klima- und energiepolitischen Herausforderungen nimmt die Bedeutung lokaler und erneuerbarer Ressourcen zu. Deshalb will die Lignum Vaud auch weiterhin Holz aus dem Waadtland und der Schweiz fördern, die Akteure der Branche unterstützen und eine nachhaltige Zukunft für künftige Generationen bauen.
Link: Lignum Vaud