Lignum Holzwirtschaft Schweiz

Zehn Jahre Konferenz für Wald, Wildtiere und Landschaft

2015 haben die Forst‑ und Jagddirektorenkonferenzen die Gründung der Konferenz für Wald, Wildtiere und Landschaft KWL beschlossen. Seitdem hat diese Konferenz die schweizerische Wald-, Wildtier- und Fischereipolitik entscheidend mitgeprägt, indem sie als Bindeglied zwischen Bund und Kantonen wirkt.

Die am 27. November 2015 in Montreux beschlossene Neuausrichtung bestand in einer gemeinsamen Politik für das Wald- und Landschaftsmanagement, das Wildtiermanagement zu Land und zu Wasser sowie das Lebensraum- und Ökosystemmanagement. Die Bündelung sollte Effizienz und Kohärenz steigern – und helfen, die Interessen der Kantone gegenüber dem Bund noch konsequenter zu vertreten.

Weiter will die Konferenz für Wald, Wildtiere und Landschaft die Kernaufgaben des Wald- und Wildtiermanagements als nachhaltige Politikbereiche unter den Kantonen noch besser koordinieren und damit zum Ausdruck bringen, dass Wald- und Wildtierpolitik auch Lebensraum- und Ökosystempolitik beinhalten und über den Wald hinaus mit der Landschaftspolitik zu koordinieren sind.


Jagd, Wald und Klimawandel im Fokus

Die KWL hat sich in den vergangenen zehn Jahren mit zwei Jagdgesetzvorlagen beschäftigt. Dabei wurden insbesondere beim Wolfs- und Bibermanagement mehrheitsfähige Fortschritte erzielt. Die Anpassung des Waldes an die Auswirkungen des Klimawandels war ein weiteres Hauptthemen der Konferenz.

Bereits 2016 beschäftigte sich die KWL überdies mit der Frage, wie die Leistungsfähigkeit der Waldwirtschaft in der Schweiz erhöht werden kann. Dazu startete die Konferenz  die ‹Initiative Wald- und Holzwirtschaft in der Schweiz›. An der Erarbeitung der daraus folgenden Integralen Wald- und Holzstrategie 2050 war die KWL aktiv beteiligt.

Aktuell ist die KWL gemeinsam mit dem Bundesamt für Umwelt BAFU an der Erarbeitung des Berichtes in Erfüllung des Postulats Reichmuth 23.3129 ‹Zukunftsfähige Wälder sind nur mit gesetzeskonformem Wildverbiss möglich›. Schliesslich sind auch die Programmvereinbarungen im Umweltbereich ein wichtiges Thema für die KWL. Hier hat sich die Konferenz stark für die Anliegen der Motion 23.4155 Fässler ‹Wald. Rasche Anpassung an den Klimawandel ist dringend› eingesetzt.


Insgesamt sehr fruchtbare Kooperation

In den vergangenen zehn Jahren konnte die KWL die Zusammenarbeit im Haus der Kantone insbesondere mit den Bereichen Bau und Umwelt, Landwirtschaft und Energie auf der politischen und fachlichen Ebene intensivieren. Ebenso profitierte die Zusammenarbeit mit dem BAFU in der Verbundaufgabe Umwelt.

Aus Sicht der KWL ist es wichtig, die Vollzugskompetenz der Kantone bei den entsprechenden Bundesgeschäften frühzeitig einzubringen. ‹In diesem Zusammenhang sind vor allem die Motion 19.4177 Engler (Hêche), die Integrale Wald- und Holzstrategie 2050 und das Postulat 23.3129 Reichmuth als gute Beispiele der Zusammenarbeit in der Verbundaufgabe zu erwähnen›, meint KWL-Präsident Josef Hess.

Daneben habe sich die KWL auch mit Faktenblättern oder der Teilnahmen an Anhörungen in den Umweltkommissionen der Räte verstärkt in den parlamentarischen Prozess eingebracht.


Link kwl-cfp.ch