Lignum Holzwirtschaft Schweiz

VGQ-Holzbau-Forum 2026 in Partnerschaft mit Lignum

Das VGQ-Forum mausert sich zu einem Leitanlass der Schweizer Holzbranche: Über 460 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zählte es im vergangenen Jahr. Am 9. April 2026 ist es wieder so weit: Im Trafo Baden geht die nächste Ausgabe über die Bühne. Erleben Sie, wie der High-Tech-Baustoff Holz mit technischen Innovationen und wegweisenden Bauten immer weiter vorankommt. Lignum ist wiederum Partner des Anlasses.

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Auf die Wirtschaft und den Baumarkt in der Schweiz fokussiert die Intro des Anlasses. Bleibt es für Helvetia vielleicht doch bei 39% Zoll, wenn King Donald wieder schlechte Laune kriegt, oder sind nun bald wirklich ‹nur› noch 15% für Exporte nach Amerika fällig, wie die Medien derzeit freudig vermelden? Jan-Egbert Sturm vom KOF-Institut geht zum Auftakt der Frage nach, mit welchen Zuckungen der Wirtschaft in der Schweiz und Europa unter den Starkstromstössen der disruptiven US-Politik zu rechnen ist.

Corinna Heye von Sotomo teilt anschliessend mit dem Publikum ihre Gedanken dazu, was nachhaltige Innenentwicklung in der Schweiz bedeutet, wenn zusätzlicher Wohnraum für bis zu zwei Millionen Menschen bereitgestellt werden muss. Die politischen Umfragen von Sotomo sind immer wieder eine Schlagzeile wert – dank ihnen wissen wir nebenbei auch, dass bei einem allfälligen Volksentscheid  die Unterstützung für den Zolldeal mit den USA eher tief wäre.


Bauen, Produzieren oder Ressourcenfragen zur Auswahl am Morgen

Ein erster Veranstaltungsblock A1 kreist in der Folge um effiziente Wohn- und Bürobauten. Dabei geht es einleitend um die MuKEn 2025 (Christoph Gmür, Baudirektion Kanton Zürich) und danach um den Neubau des SBB-Bürogebäudes der SBB in Bern (Pius Renggli, holzprojekt, Bern) sowie die PlusEnergie-Siedlung Alte Schmitte in Güttingen (Urs Krattiger, Krattiger Holzbau, Amriswil, und Fabrice Bär, Giuseppe Fent Architektur im Klimawandel, Wil). Alternativ zu diesem Teil können Besucherinnen und Besucher im Block B1 in die Thematik des Produzierens in der digitalen Welt eintauchen.

Hier geht es um eine verlängerte Werkbank für den Holzbau, um punktgestützte, weitspannende Holzflachdecken ohne bauseitige Verklebung und einen Zwischenbericht zur Roboterfertigung für den Elementbau. Oder man wählt Block C1 und befasst sich stattdessen mit dem Komplex Rohstoff und Holznutzung.

Dabei kommen das Branchenprojekt des Vereins Senke Schweizer Holz zur Dekarbonisierung der Wald- und Holzwirtschaft, Erfahrungsberichte aus Holzindustriebetrieben auf dem Weg zu netto null und die MORF-Anlage zur Sprache, die Wertschöpfung aus Restholz und weiteren biogenen Materialien anvisiert.


Am Nachmittag: öffentliche Grossprojekte, Digitalisierung und Holzindustrie

Nach dem Mittagessen geht es im Block A2 weiter mit der Planung und Konstruktion von Grossprojekten im öffentlichen Bau. Reinhard Wiederkehr von Makiol Wiederkehr AG (Beinwil am See) stellt grossvolumige, mehrgeschossige und brandsichere Schulbauten vor. Der Holzbauingenieur Pirmin Jung referiert zu Deckenkonstruktionen in grossvolumigen, mehrgeschossigen Holzbauten. Neustes zum Campus Biel/Bienne lässt sich von Mathias Heinz (pool Architekten, Zürich) erfahren.

Im alternativen Block B2 geht es um Digitalisierung und die Zukunft des nachhaltigen Bauens. Hier drehen sich die Vorträge um das Abwicklungsmodell Design Build, um BIM als Werkzeug in der Fachplanung und digitale Methoden für Produktion und Baustelle. Der gleichzeitig stattfindende Block C2 offeriert Neues aus der Holzindustrie: eine bestechende Plattentechnologie für den Aussen- und Nassbereich, ein neues Schweizer Holzfaserdämmsystem und cleveres Brettsperrholz aus der Ostschweiz.

Im Plenum sieht man sich danach wieder zu Informationen über den Umbau des Klosters Menzingen mit Tragwerk-Ersatz, den Wandel des Kornhauses Romanshorn von der Industriehalle zum Büro-, Wohn- und Gewerbebau und zu den Mehrwerten, die sich durch Fassadensanierung und Aufstockung im bewohnten Zustand erzielen lassen. Nach der Schlussdiskussion folgt der wohlverdiente Abend-Apéro in der Ausstellung.


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