Starke Holz-Präsenz beim ‹Swiss Arc Award› 2025
Mit dem Lifetime Achievement Award 2025 wurde das Duo Kaschka Knapkiewicz & Axel Fickert geehrt, deren Werk die Schweizer Architektur seit Jahrzehnten prägt.
Bild Daniel Villiger/Arc Award
Die Sieger des diesjährigen ‹Swiss Arc Award› wurden am 30. Oktober anlässlich der Preisverleihung im Trafo Baden vor über 500 geladenen Architekturschaffenden und weiteren Vertretern aus dem Schweizer Baugewerbe geehrt. Durch den Anlass führte die Westschweizer Moderatorin Mélanie Freymond.
Bewertet wurden alle Projekte in einem mehrstufigen Verfahren von einer unabhängigen vierköpfigen Fachjury. Besetzt war sie mit Dominique Salathé, Ludovica Molo, Roger Boltshauser und Remo Derungs. Sie leiten erfolgreiche Büros und lehren an Schweizer Hochschulen.
Nachhaltigkeit im Büro-, Menschlichkeit im Spitalbau
In der Kategorie ‹Arbeit, Produktion & Infrastruktur› setzte sich das Nachhaltigkeitsprojekt ‹Hortus› von Herzog & de Meuron in Allschwil durch. Zusammen mit den Projektteams von Herzog & de Meuron und ZPF Ingenieuren entwickelte die Bauherrschaft Senn die Grundlagen für das klimafreundliche Bürogebäude mit rund 12000 m2 Nutzfläche.
Das neue Universitäts-Kinderspital in Zürich ist der Sieger in der Kategorie ‹Bildung & Gesundheit›. Auch dieser Bau stammt aus der Feder von Herzog & de Meuron. Mit dem Spital haben die Architekten einen überzeugenden Typ des Krankenhauses weitergedacht, der sie seit Jahrzehnten beschäftigt: Statt in der Vertikalen sind die Bereiche in der Horizontalen organisiert.
Wohnen – Holz konstruktiv und im Innenausbau
Donet Schäfer Reimer Architekten stehen hinter der Wohn- und Gewerbesiedlung Guggach in Zürich. Dieses Projekt überzeugte die Jury in der Kategorie ‹Wohnen›. Wandscheiben und Decken entstanden aus klimaoptimiertem Beton, der im Vergleich zum konventionellen Baustoff dank einer neuen Rezeptur einen etwa 10% niedrigeren CO2-Fussabdruck aufweist. Die übrigen Aussen- und Innenwände wurden mit Holzbauelementen ausgeführt.
Erstmals wurde auch ein Award für Innenarchitektur vergeben – an Andreas Fuhrimann und Gabrielle Hächler für den sensiblen Umbau eines Reihenhauses in Gockhausen. Architekt Eduard Neuenschwander baute hier Anfang der siebziger Jahre eine Siedlung im Stil der skandinavischen Nachkriegszeit. Die Lehrjahre, die er bei Alvar Aalto in Finnland verbracht hatte, sind deutlich sichtbar in der aufgefächerten Gesamtsituation. Parkett, Möbel, Treppen, Verkleidungen: Das Material Holz prägt die Räume in vielfacher Weise.
Publikumspreis für ein Projekt im Lavaux
Den Publikumspreis holte sich ein Mehrzweckgebäude in Forel im Lavaux von Samir Alaoui Architectes. Eines der Hauptanliegen des Projekts bestand darin, Wohnungen und Industrieflächen übereinander zu schichten, wobei beide Nutzungen unabhängig voneinander funktionieren und dennoch eine gestalterische Einheit bilden. Die Wohnungen wurden als Holzkonstruktion realisiert.
Link Siegerprojekte ‹Arc Award› 2025