Lignum Holzwirtschaft Schweiz

Spatenstich für Neubau in Rosenheim im Sommer erfolgt

Diesen Sommer hiess es ‹Start frei› für das bislang grösste Bauvorhaben in der Geschichte der Technischen Hochschule Rosenheim: Ende Juli fand der Spatenstich für den Neubau des Technologieparks und des Studierendenzentrums statt. Gefördert wird der Holz-Hybridbau durch die Bayerische Staatsregierung im Rahmen der Hightech-Agenda Bayern.

Oben: Visualisierung des Neubaus (Architektur: Dietrich Untertrifaller). Unten: Den offiziellen Spatenstich übernahmen (v.l.n.r.) Konrad Baur, Sebastian Friesinger (CSU-Landtagsabgeordnete), Konrad Schober (Regierungspräsident von Oberbayern), Professor Peter Niedermaier (Vizepräsident der Hochschule), Klaus Stöttner (Vorsitzender des Hochschulrats), Daniela Ludwig (CSU-Bundestagsabgeordnete), Otto Lederer (Landrat des Landkreises Rosenheim), Professor Heinrich Köster, Dr. Markus Söder, Markus Blume, Daniel Artmann (Vorsitzender des Kuratoriums der TH Rosenheim), Andreas März und Doris Lackerbauer. Die Bauausführung übernimmt die Arbeitsgemeinschaft TH Rosenheim, bestehend aus der Hochtief Infrastructure GmbH und der Rubner Holzbau GmbH.
Visualisierung Architekten | Bild Lisa Lanzinger

 

Der Technologiepark ist geprägt von einer 137 m langen und 17 m hohen Halle, in der zahlreiche Labore und Werkstätten der Metall-, Kunststoff-, Automatisierungs- und Holztechnik sowie von den Ingenieurwissenschaften genutzt werden. Ein weiteres Gebäude mit fünf Etagen wird kleinere Labore vor allem für die Produktionstechnik beherbergen. Zwischen beiden Gebäuden befindet sich ein Hof für die Logistik, der mit einem Glasdach vor der Witterung geschützt ist. Die über alle Stockwerke aufsummierte Bruttogrundfläche des Technologieparks liegt bei etwa 24500 m2.

Im benachbarten Studierendenzentrum finden auf rund 9500 m2 Bruttogrundfläche alle wichtigen Serviceeinrichtungen Platz: Studierendenwerk, Studienberatung, Sozialberatung, Career Center und Existenzgründungsbüro sowie Eltern-Kind-Raum. Die Bibliothek der Zukunft ‹Cybrary› wird digitale und klassische Medien bereitstellen, ausserdem sind Gruppenarbeits- und Ruhebereiche, sogenannte Carrels (Ein-Personen-Kabinen) und Schulungsräume vorgesehen.  Die neue Mensa mit einer Café-Bar bietet 700 Plätze. Sie soll, wie auch der Dachgarten, zugleich Treffpunkt und Kommunikationsort für alle Hochschulangehörigen sein.


Nachhaltigkeit im Zentrum

Ein zentraler Aspekt bei der Planung und Erstellung der neuen Gebäude ist die Nachhaltigkeit. Die Bauwerke werden in hybrider Holzbauweise errichtet und sollen nach dem Bewertungssystem ‹Nachhaltiges Bauen› ein Goldzertifikat erreichen. Dieses steht für eine ökologisch, ökonomisch, soziokulturell, funktional wie technisch ausgezeichnete Qualität und Nachhaltigkeit. Vor diesem Hintergrund werden sämtliche Dachflächen und Teile der Fassaden begrünt. Auf den Freiflächen ist eine biodiversitätsfördernde Bepflanzung mit klimaresilienten Bäumen und Sträuchern vorgesehen.

‹Wir haben lange auf diesen Meilenstein hingearbeitet und schlagen jetzt ein neues Kapitel in unserer Erfolgsgeschichte auf›, sagte Hochschulpräsident Professor Heinrich Köster beim Spatenstich. Dieser Tag sei auch der Beginn einer umfassenden Transformation. ‹Das Gesicht des Campus Rosenheim wird sich in den kommenden Jahren deutlich verändern. Neben dem Technologiepark und dem Studierendenzentrum wird es weitere Baumassnahmen geben, mit denen sich die TH Rosenheim für die Zukunft aufstellt und ihre Attraktivität als Studienort weiter erhöht›, betonte Köster.


Link th-rosenheim.de