Schweiz richtet Vierländertreffen der Sägeindustrie aus
Die Säge- und Holzindustrie der Schweiz und ihrer nördlichen Anrainer tauschte sich diesen Herbst im Thurgau über gemeinsame Antworten auf grenzüberschreitende Fragen aus.
Bild DeSH
Zentrales Thema der Gespräche war die Frage nach einer planbaren und nachhaltigen Rohholzversorgung. Die mittelständisch geprägte Säge- und Holzindustrie benötigt stabile Rahmenbedingungen, um die Chancen des Holzbaus voll auszuschöpfen. Denn nur wenn ausreichend Rohstoff verfügbar ist, lassen sich die Potentiale des klimafreundlichen Bauens nutzen – für nachhaltiges Wohnen, aktiven Klimaschutz und die Lösung drängender gesellschaftlicher Herausforderungen.
Die Teilnehmer betonten, dass diese Anforderungen nicht im Widerspruch zu den Zielen im Wald stehen. Vielmehr gehörten Waldumbau und Holznutzung untrennbar zusammen: Der Übergang zu klimastabilen Mischwäldern schaffe die Grundlage für die Versorgung künftiger Generationen mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Ökologische Stabilität und wirtschaftliche Nutzung würden so gemeinsam gedacht.
Ein weiteres Schwerpunktthema waren die politischen Rahmenbedingungen auf europäischer Ebene. Insbesondere die EU-Entwaldungsverordnung EUDR und der steigende Bürokratieaufwand wurden kritisch diskutiert. Die Teilnehmer waren sich einig, dass nur praktikable Vorgaben die Balance zwischen Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit sicherstellen können. Im kommenden Jahr wird die Tradition des Vierländertreffens in Österreich fortgeführt.
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