Muni Max räumt am Schwingfest jetzt schon ab
Muni Max, links fertig aufgebaut und geschmückt mit dem Aufrichtebäumchen, erwartet die Besucherinnen und Besucher am Schwingfest in Mollis. Rechts drei Impressionen vom Aufbau.
Bilder Aroma
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‹Muni Max› wurde entlang der gesamten Wertschöpfungskette für Schweizer Holz realisiert – von der Waldbewirtschaftung über Sägereien, Handel, Transport und Verarbeitung bis hin zu Planung und Bau. Über 220 Schweizer Unternehmen und Institutionen engagieren sich in diesem Gemeinschaftswerk für das, was sie verbindet: den nachwachsenden Rohstoff Holz aus der Schweiz.
Um bei der Bauorganisation den Überblick nicht zu verlieren, wurde eine prototypische Online-Plattform entwickelt, mit der sich jedes Bauteil durch alle Prozessschritte verfolgen lässt – vom Rundholz im Wald bis zum vormontierten Element auf der Baustelle. Sie verknüpft Planung, Ressourcen, Logistik und Fertigung in einem innovativen System.
1200 fm Fichten- und Tannenholz
Die Holzkonstruktion für den ‹Muni Max› könne man als komplexe räumliche Freiform aus Holz ansehen, erklärt Charles von Büren im deutschen ‹Holz-Zentralblatt› vom 22. August. Für Fabian Scheurer von Design to Production GmbH (D2P) gleicht er am ehesten einem Skelettbau. Scheurer und sein Team haben die Grundlagen für die Planung und Ausführung erarbeitet. Die Firma aus Erlenbach (Zürich) ist auf parametrische Planung spezialisiert.
Die Planungsspezialisten von D2P haben die Form des Stiers am 3D-Referenzmodell optimiert und den Bau eines physischen 1:10-Modells an der IBW Höhere Fachschule Südostschweiz unterstützt. Zudem wurde die digitale Modellierung des Produktionsmodells übernommen. Ebenso programmierte D2P die Softwareplattform, um die verteilte Produktion der mehr als mehr als 4000 Einzelteile in den einzelnen Partnerbetrieben zu organisieren.
Als Holzbauingenieure waren die Experten der SJB Kempter Fitze AG aus Herisau mit im Boot. Gestaltung und Entwurf stammen von der Aroma Produktions AG, einer Eventagentur aus Zürich, die sich auf dreidimensionale Kommunikation spezialisiert hat. Arbeitsvorbereitung, Produktion und Montage lagen in den Händen der S. Müller Holzbau AG mit Sitz in Wil.
Ingenieurskunst vom Feinsten
Bei dem Muni handle es sich um einen klassischen Ingenieurholzbau, eher vergleichbar mit einer Brücke als mit einem Haus, erläutert von Büren. Die Raumfachwerke bestehen aus einzelnen Stäben, die immer wieder ein Dreieck bilden. Die Dreiecke sind unverschiebbar und steifen, derart aneinandergereiht, die Konstruktion im Gesamten aus.
Martin Pfundt von D2P beschreibt die Hauptkonstruktion des Munis im ‹Holz-Zentralblatt› als Geflecht von räumlichen Fachwerkträgern aus Holz, die aus miteinander verbundenen Stäben bestehen und zur Abtragung von Lasten in verschiedenen Richtungen dienen. Durch die Bildung von Fachwerkgruppen, die mit Stahlteilen verbunden sind, habe sich die Montagezeit extrem verkürzen lassen.
Beim Muni Max wurde an diese Hauptkonstruktion eine Unterkonstruktion angesetzt, um die verschiedenen Abstände zur Hüllenkonstruktion zu überbrücken. Auch diese Bauteile bestehen hauptsächlich aus Raumfachwerken. An die Unterkonstruktion wurden dann die Hüllenelemente befestigt.
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