Lignum Holzwirtschaft Schweiz

Laubholzgespräch 2025 im packenden Allschwiler ‹Garten›

Das Laubholzgespräch 2025 von Holzindustrie Schweiz stand ganz im Zeichen des Bauprojekts ‹Hortus› – was lateinisch soviel wie ‹Garten› bedeutet, jedoch als Akronym für ‹House of Research, Technology, Utopia and Sustainability› zu lesen ist. Das visionäre Bürogebäude aus Holz und Lehm steht in Allschwil im Kanton Baselland.

Das im Auftrag der Firma Senn von den Stararchitekten Herzog & de Meuron designte und von Blumer-Lehmann gebaute Bürogebäude besteht im wesentlichen aus Holz und Lehm. In der Tragkonstruktion kam viel Laubholz zum Einsatz. So konnte Fagus Suisse im Eingangsbereich Stützen aus Esche und im Inneren des Gebäudes solche aus Buche liefern. Der Fussboden besteht aus Schweizer Eiche. Hier diskutierten Branchenvertreter über die Chancen und Herausforderungen nachhaltigen Bauens – von innovativen Baukonzepten bis hin zu Marktfragen rund um Esche, Buche und Eiche.
Bilder Holzindustrie Schweiz

 

Richard Jussel, einer der innovativen Köpfe von Blumer-Lehmann, zeigte auf der von ihm geführten Besichtigungstour, was nachhaltiges Bauen in Zukunft bedeutet. Erfreulicherweise spielt Holz bei der Dekarbonisierung des Gebäudeparks eine sehr grosse Rolle. Doch Holz alleine reicht nicht: Das Gebäude muss im Winter warm und im Sommer kühl sein, die Verbrauchsenergie muss aus nachhaltigen Quellen stammen und darf nur sparsam eingesetzt werden, die Bauteile müssen wenn immer möglich rückbaubar sein, und zu viel kosten darf es auch nicht. Bauen wird in Zukunft sicher nicht einfacher. Aber nachhaltig zu bauen ist ein grosser Hebel, um die Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels einzudämmen.

Das von Gauthier Corbat geleitete Laubholzgespräch fokussierte auf die aktuell geringe Verfügbarkeit von Esche. Von anwesenden Sägern wurden die zunehmenden Exporte von Eschenstammholz und die damit verbundenen Preissteigerungen kritisiert. Buche hingegen ist gut verfügbar, weil die Nachfrage stagniert oder je nach Sortiment weiter sinkt. So sollen laut Information der SBB zukünftig nur noch Eisenbahnschwellen aus Eiche beschafft werden. Buchenschwellen braucht es ab sofort keine mehr, Corbat wird sein Lager bis Ende 2026 ganz abbauen. Gauthier informierte am Laubholztreffen auch über die weiteren Pläne mit Fagus Suisse: Die Corbat-Gruppe ist seit diesem Sommer deren Mehrheitsaktionärin.


Link holz-bois.ch