Kanton Zürich baut Bezirksgericht Hinwil mit eigenem Holz
So soll sich das neue Bezirksgericht Hinwil künftig zeigen.
Visualisierung dunkelbunt für Koya Architektur GmbH
Das heutige Bezirksgebäude wurde im Jahr 1950 erstellt und 2003 umgebaut. Da das Gefängnis seit dem Jahr 2001 leer steht und keine Absicht besteht, es wieder in Betrieb zu nehmen, ist das Bezirksgericht Hinwil in Zukunft der alleinige Nutzer.
Beim Neubau nach einem Entwurf von Koya Architektur GmbH (Zürich) mit ZPF Ingenieure AG (Basel) wird Nachhaltigkeit gross geschrieben: Die Architektur beruht auf einem Holzskelettbau, wobei auch Lehm zum Einsatz kommt. Das Gebäude ermöglicht eine spätere Erweiterung und bietet dank systemgetrennter Bauweise flexible Raumstrukturen.
Das Besondere: Das eingesetzte Holz kommt zu einem grossen Teil aus dem Zürcher Staatswald. Das Hochbauamt des Kantons Zürich beziffert den Rundholzbedarf auf etwa 3000 m3; 1200 m3 Fichte und Tanne sollen aus kantonseigenen Wäldern kommen.
Energieeffizienz inbegriffen
Im Brüstungsbereich und in den Vordächern der Fassade sind Fotovoltaikmodule integriert. Zusätzlich gibt es auf dem Dach eine Fotovoltaikanlage. Geheizt – und im Sommer gekühlt – wird mittels Wärmepumpe mit neun Erdsonden. Der Bau wird nach Minergie-P-Eco erstellt.
Anfang September 2025 starten die Bauarbeiten mit den Vorbereitungsarbeiten und dem Rückbau des Gefängnisses sowie drei kleineren Wohnhäusern. Bis Ende Jahr wird die Baugrube ausgehoben und anschliessend in den kommenden zwei Jahren das Gebäude errichtet.
Geplant ist, dass die rund 50 Mitarbeitenden 2028 ins neue Gebäude einziehen. Das bisherige Gerichtsgebäude wird nach dem Umzug zurückgebaut und die ursprüngliche Umgebung wiederhergestellt. Der Objektkredit beläuft sich auf CHF 43,8 Mio.