‹InnHub›: Holz-Stararchitektur für das Engadin nimmt Form an
Die Aussenansicht des InnHub-Eingangs (oben) vereint modernes mit tradtionellem Engadiner Design. Eine einladende Lobby mit natürlichen Materialien, warmer Beleuchtung und offenen Bereichen für Zusammenarbeit soll die Besucherinnen und Besucher künftig willkommen heissen (unten). Seit dem Spatenstich im Juli dieses Jahres wurden bereits erste zentrale Arbeiten abgeschlossen. Bestehende Gebäude wurden zurückgebaut, rund 15000 m3 Erdmaterial ausgehoben, die Bodenplatte gegossen und die unterirdische Zufahrt erstellt. Bis Ende des Winters wird bereits ein Teil des Untergeschosses fertig sein, so dass im kommenden Sommerhalbjahr der Holzbau beginnen kann.
Visualisierungen Foster + Partners
Das Engadin solle nicht nur ein Ort des Rückzugs, sondern auch der Neuerfindung und Innovation sein, sagte On-Laufschuh-Mitbegründer Caspar Coppetti als Vertreter der Initianten. ‹La Punt und der 'InnHub' sollen ein Begegnungsort für Unternehmen, Athleten, die regionale Bevölkerung und Gäste werden. Wir möchten nachhaltige Impulse setzen und Fortschritt in den Bereichen Sport, Gesundheit und Innovation aktiv mitgestalten.› Der InnHub solle eine neue Form von Arbeitstourismus nach La Punt und ins Engadin bringen, so Coppetti.
Der ‹InnHub› La Punt wird Konferenz- und Co-Workingräume, Hotelzimmer und touristisch bewirtschaftete Wohnungen, einen Sportbereich mit Spa, ein Restaurant, ein Sportgeschäft und das neue Tourismusbüro von La Punt beherbergen. Der ‹Innovationscampus› soll ein Ort der Begegnung für Unternehmen, Start-ups, Sportler, Kulturschaffende und die Bevölkerung werden. Das Gebäude verfügt über eine Gesamtfläche von 7700 m2. Die Finanzierung sichern sieben Partner und die Graubündner Kantonalbank.
Sir Norman Foster baut mit regionalem Holz
Besonders stolz sind die Initianten des InnHub auf die Gestaltung des Innovationscampus durch den weltbekannten Architekten Norman Foster und die Konstruktion aus Holz (Lignum Journal online vom 26.2.2024). ‹Architekten, Planer und Fachexperten haben ein Gebäude entwickelt, in dem Innovationen entstehen können und das die Innovation auch nach aussen ausstrahlt›, sagte Urs Simeon von Fanzun Architekten, der als Bauherrenvertreter agiert. ‹Die Holzbauweise mit dem Einsatz lokaler Materialien bringt höchste architektonische Ansprüche und eine nachhaltige Bauweise beispielhaft zusammen. Das Design interpretiert die Engadiner Baukultur ganz neu.›
Im ‹InnHub› La Punt werde das Holz von rund 2400 Fichten verbaut, erklärte Gian-Andri Solèr, Geschäftsleiter der Uffer Holz AG. ‹Die Bäume sind in den Wäldern des Engadins, der Val Surses und Mittelbündens gewachsen. Sie wurden ab 2023 geschlagen, getrocknet und werden in der Sägerei 'Resurses' in Tinizong und dem Uffer-Werk in Savognin verarbeitet. Mit dem Entscheid, konsequent auf regionales Holz und lokale Verarbeitung zu setzen, lebt der 'InnHub' La Punt Nachhaltigkeit und stärkt die regionale Wertschöpfung.›
Links innhub.ch | fosterandpartners.com | resurses.swiss