Lignum Holzwirtschaft Schweiz

Holz-Neubau schliesst Sporthallendefizit im Zürcher Seefeld

Der Architekturwettbewerb für den Ersatzneubau der Sporthalle Seefeld in Zürich ist abgeschlossen. Das Siegerprojekt stapelt zwei Einfachsporthallen übereinander. Die Infrastruktur sowie Räume für die Tagesschule werden in Anbauten untergebracht. Der Holz-Hybridbau findet geschickte Antworten auf die Herausforderungen des Bauens auf dem Weg zu netto null und im denkmalgeschützten Kontext.

Das Siegerprojekt von Weyell Zipse Architekten GmbH aus Basel und August + Margrith Künzel Landschaftsarchitekten AG aus Binningen (Tragwerksplanung, Bauphysik, Brandschutz: Pirmin Jung Schweiz AG, Sursee) schneidet im Vergleich zu den anderen Wettbewerbseingaben in Bezug auf die Kosten und die Ökologie vorbildlich ab. Mit seinem geringen unterirdischen Volumen und den flächeneffizienten Baukörpern lassen sich die Treibhausgasemissionen in der Erstellung reduzieren. In einem nächsten Schritt wird nun das Bauprojekt detailliert ausgearbeitet. Sofern der Gemeinderat und die Zürcher Stimmbevölkerung dem Ausführungskredit zustimmen, können im Anschluss die Bauarbeiten beginnen. Die Fertigstellung des Ersatzneubaus ist für 2032 geplant.
Visualisierung out.of.ram/Amt für Hochbauten der Stadt Zürich
 

Die Sporthalle auf der Schulanlage Seefeld in Zürich-Riesbach ist sehr beliebt und wird von lokalen Volks-, Mittel- und Privatschulen sowie – ausserhalb der Unterrichtszeiten – von Vereinen und der Bevölkerung genutzt. Aufgrund der steigenden Anzahl Schüler, der Einführung der Tagesschule und des hohen Bedarfs an Sporthallenkapazität soll anstelle der heutigen Sporthalle Seefeld ein grösserer Neubau errichtet werden.

In diesem Neubau sollen zwei Einfachsporthallen, Verpflegungs- und Betreuungsräume für die Tagesschule, Räume für die Musikschule Konservatorium Zürich sowie ein Mehrzwecksaal untergebracht werden. Das Amt für Hochbauten hat einen Architekturwettbewerb durchgeführt. Mit dem Siegerprojekt liegt nach ÜBerzeugung der Jury eine umsichtige und nachhaltige Neubaulösung vor. Mit dem Ersatzneubau kann das Sporthallendefizit im Quartier Riesbach behoben werden, und es entsteht ein identitätsstiftender Ort für die Schule und das Quartier.


Holz-Hybridbau geschickt gestapelt und komponiert

Das Siegerteam hat das Raumprogramm auf dem begrenzten Perimeter geschickt in einem flächeneffizienten Holz-Hybridbau mit Anbau hin zur Wildbachstrasse untergebracht. Im Erdgeschoss sind die Musikräume, der Mehrzwecksaal und die Mensa mit Küche angeordnet. Die beiden Einfachsporthallen sind darüber gestapelt und vom ersten und vierten Obergeschoss aus zugänglich. Die Garderoben kommen im vorgelagerten Anbau unter und sind dank ihrer separaten Erschliessung ausserhalb der Unterrichtszeiten auch gut für Vereine nutzbar.

Der Allwetterplatz liegt zwischen dem Bestandsbau und dem Neubau. Der bestehende Grünbereich an der Wildbachstrasse wird sorgfältig erweitert, so dass die ortsbildprägenden Grossbäume – Platane und Blutbuche an der Ecke zum Tuggenerweg – erhalten werden können. Im Sinne der Hitzeminderung wird der Anteil versiegelter Flächen minimiert. Zur Strom- und Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien sind eine Fotovoltaikanlage und ein Anschluss ans Fernwärmenetz Seefeld der ewz geplant.


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