EU verfolgt eine neue Bioökonomie-Strategie
Der neue strategische Rahmen für eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Bioökonomie der EU baut auf der Bioökonomie-Strategie von 2012 und auf Überprüfungen in den Jahren 2018 und 2022 auf. Sie verlagert den Schwerpunkt auf die industrielle Einführung, den Ausbau des Marktes, Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz.
Mit seiner starken Forschungsbasis und innovativen Industrien sei Europa gut positioniert, um weltweit führend bei nachhaltigen biobasierten Technologien, Materialien, Produkten und Know-how zu werden, so die Kommission.
Entwicklung von Leitmärkten
Mit einem Wert von bis zu EUR 2,7 Billionen im Jahr 2023 und 17,1 Mio. Beschäftigten – das sind rund 8% der Arbeitsplätze in der EU – trage die Bioökonomie der EU bereits erheblich zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zum Wirtschaftswachstum in Europa bei.
Die EU-Bioökonomiestrategie soll helfen, das weitere Wachstumspotential zu erschliessen, indem Innovationen und Investitionen ausgeweitet, Leitmärkte für biobasierte Materialien und Technologien entwickelt und eine nachhaltige Versorgung mit Biomasse sichergestellt werden.
Rechtsrahmen vereinfachen
Die Kommission will darauf hinarbeiten, einen kohärenten und vereinfachten Rechtsrahmen zu schaffen, mit dem kreislauforientierte und nachhaltige Geschäftsmodelle belohnt werden. Schnellere, klarere und einfachere Genehmigungen für innovative Lösungen sollen Unternehmen, insbesondere KMU, dabei unterstützen, sich in Europa zu entwickeln und zu wachsen.
Die Kommission will auch dafür sorgen, dass bestehende und künftige EU-Mittel in biobasierte Technologien fliessen. Um private Investitionen anzuregen, schlägt die Kommission vor, eine Gruppe für die Einführung von Bioökonomie-Investitionen einzuberufen.
Sekundäre Biomasse gewinnt an Wert
Um Investitionen zu mobilisieren und den Ausbau zu ermöglichen, hat die Kommission innovative Märkte für biobasierte Materialien und Technologien ermittelt. Dazu gehörten biobasierte Sektoren wie Kunststoffe, Fasern, Textilien, Chemikalien, Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Baumaterialien, Bioraffinerien, fortschrittliche Gärung und dauerhafte Speicherung von biogenem Kohlenstoff.
Die EU-Bioökonomiestrategie betont, dass Biomasse verantwortungsvoll beschafft werden muss, um sicherzustellen, dass Wälder, Böden, Wasser und Ökosysteme innerhalb ihrer ökologischen Grenzen bewirtschaftet werden. Die Förderung der Kreislaufwirtschaft und die Steigerung des Wertes sekundärer Biomasse – wie landwirtschaftlicher Rückstände, Nebenprodukte und organischer Abfälle – sei von entscheidender Bedeutung.
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