Lignum Holzwirtschaft Schweiz

Erneuerbare punkten bei Stromgestehungskosten

91% neuer Projekte im Bereich erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung sind mittlerweile günstiger als fossile Brennstoffe. Das zeigt ein im Juli veröffentlichter Bericht der International Renewable Energy Agency IRENA für 2024. Fotovoltaikanlagen waren letztes Jahr im Durchschnitt 41% günstiger als die kostengünstigsten fossilen Brennstoffalternativen.

Entwicklung der Stromgestehungskosten 2010-2024 (CSP = concentrated solar power). Die Kosten für Technologien im Bereich erneuerbare Energien sind seit 2010 spektakulär gesunken, was auf technologische Verbesserungen, wettbewerbsfähige Lieferketten und Skaleneffekte zurückzuführen ist.
Grafik IRENA, 2025

 

Während mit zunehmender Reife der Technologien und Stärkung der Lieferketten weitere Kostensenkungen zu erwarten sind, bleiben kurzfristige Herausforderungen bestehen. Geopolitische Veränderungen wie Handelszölle, Engpässe bei Rohstoffen und sich wandelnde Produktionsdynamiken, insbesondere in China, bergen Risiken, die vorübergehend zu höheren Kosten führen könnten.

In Europa und Nordamerika dürften die Kosten aufgrund struktureller Herausforderungen wie Verzögerungen bei der Genehmigungserteilung, begrenzter Netzkapazitäten und höherer Systemkosten weiterhin hoch bleiben. Im Gegensatz dazu könnten Regionen wie Asien, Afrika und Südamerika mit höheren Lernraten und hohem Potential für erneuerbare Energien einen deutlichen Kostenrückgang verzeichnen.

Insbesondere die Integrationskosten entwickelten sich zu einem neuen Hemmnis für den Einsatz erneuerbarer Energien, so der Bericht. Wind- und Solarprojekte verzögerten sich zunehmend aufgrund von Engpässen bei der Netzanbindung, langwierigen Genehmigungsverfahren und kostspieligen lokalen Lieferketten. Dies sei besonders akut in den G20- und Schwellenländern, wo die Investitionen in das Stromnetz mit der steigenden Stromnachfrage und dem Ausbau erneuerbarer Energien Schritt halten müssten.


Link IRENA-Report