Lignum Holzwirtschaft Schweiz

Einfamilienhäuser nicht mehr überall gleich gefragt

Das aussergewöhnlich starke Angebotswachstum von Einfamilienhäusern aus dem Vorjahr konnte sich zwischen Juli 2024 und Juni 2025 nicht wiederholen: Trotz deutlich sinkender Hypothekarzinsen seit März 2024 blieb die Nachfrage nach Einfamilienhäusern konstant. Allerdings zeigt sich dieses Muster nicht in allen Regionen gleichermassen – in einigen schwächt sich die Nachfrage sogar leicht ab. Das zeigt die aktuelle Online Home Market Analysis.

Inseratedauer und Angebotsmenge von Einfamilienhäusern in der ganzen Schweiz, Q3 2022 bis Q2 2025
Grafik Online Home Market Analysis, 2025 | Bild oben Hector Egger Holzbau AG, Langenthal

 

Die neueste Ausgabe der Online Home Market Analysis des Immobilienportals ImmoScout24 in Zusammenarbeit mit dem Hauseigentümerverband Schweiz sowie dem Swiss Real Estate Institute analysiert die Inserate für Einfamilienhäuser im Zeitraum von Juli 2024 bis Juni 2025. Die ausgewerteten Inserate stammen von mehreren bekannten Immobilienportalen und umfassen damit die Mehrheit aller Online-Inserate während des Untersuchungszeitraumes in der Schweiz.

Nach dem aussergewöhnlich starken Anstieg der Angebotsmenge im Vorjahr setzt sich der Aufwärtstrend am Markt für Einfamilienhäuser im aktuellen Zeitraum zwar leicht fort, jedoch deutlich verlangsamt. Zwischen Juli 2024 und Juni 2025 wurden in der Schweiz insgesamt 77517 Einfamilienhäuser online ausgeschrieben. Das sind rund 2500 mehr als in der Vorperiode, die Zuwachsrate liegt mit plus 3,4% aber deutlich unterhalb des sprunghaften Anstiegs von plus 36% aus dem vorherigen Jahr. Der Markt scheint sich damit nach der kräftigen Angebotsausweitung der letzten Jahre vorerst auf einem höheren Angebotsniveau einzupendeln.


Verkaufsdauer: Zentralschweiz schliesst zu Zürich auf

Gesamtschweizerisch verlängert sich die Insertionsdauer. Regional zeigt sich aber doch ein differenziertes Bild. In der Zentralschweiz und im Espace Mittelland verkürzte sich die durchschnittliche Ausschreibungszeit spürbar. Die Zentralschweiz liegt mit 54 Insertionstagen nur noch zwei Tage hinter der bisher unbestrittenen Nummer eins: der Region Zürich mit 52 Tagen. Dies erinnert an die letzte Auswertung zu Eigentumswohnungen von April 2025, als Zürich für 2024 zum ersten Mal nicht mehr die kürzeste Insertionszeit für Eigentumswohnungen aufwies.

Am anderen Ende des Spektrums liegen Genf, Waadt/Wallis und Tessin, wobei letztgenannte Region nach wie vor das Schlusslicht bildet. Hier muss ein Einfamilienhaus mehr als zweieinhalbmal so lange inseriert werden wie in Zürich, bis es verkauft ist. Allerdings konnte das Tessin mit einem deutlichen Rückgang um elf Insertionstage den Abstand zum übrigen Feld leicht reduzieren. Deutlich längere Insertionszeiten als in der Vorperiode mussten hingegen die Westschweizer Kantone hinnehmen: In Genf verlängerte sich die Vermarktungsdauer merklich um zwölf Tage, und auch in Waadt/Wallis dauerte der Verkauf etwa acht Tage länger als bisher.


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