Lignum Holzwirtschaft Schweiz

Digitalisierung im Holzunternehmen: Praxiskurs der BFH

Digitalisierung im Holzbetrieb stärkt die Wettbewerbsfähigkeit. Im neuen Praxiskurs der Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau entwickeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen umsetzbaren Digitalisierungsfahrplan für ihr Holzunternehmen, begleitet von erfahrenen Fachleuten. Studienleiter Stefan Jack, Professor für Maschinen-, Verfahrens- und Fertigungstechnik an der BFH, erläutert im Interview, was Teilnehmer erwarten können.

Die  BFH-Weiterbildung richtet sich an Fach- und Führungspersonen aus der Holzbranche mit Praxiserfahrung. Voraussetzung zur Teilnahme sind mindestens drei Jahre Berufserfahrung in einem holzverarbeitenden Betrieb (Schreinerei, Holzbaubetrieb) mit Verantwortung in den Bereichen Produktion, Projektleitung, Geschäftsführung oder Digitalisierung. Behandelt werden Themen wie Digitalstrategie, ERP, Prozessdigitalisierung, Automation und IT-Sicherheit – verständlich und praxisnah aufbereitet für KMU. Der erste Kurs startet in Biel am 10. April; er dauert bis 27. Juni.
Bild BFH-AHB

 

Herr Jack, warum braucht es diesen Praxiskurs gerade jetzt?
Weil viele Betriebe wissen, dass sie digitaler werden müssen – aber nicht wissen, wie. Digitalisierung passiert nicht auf Knopfdruck. Sie braucht ein klares Ziel, praxisgerechte Werkzeuge und Menschen, die das Thema im Betrieb vorantreiben.

Was unterscheidet diesen Praxiskurs von anderen Digitalisierungsangeboten?
Der Name ist bei uns Programm: Wir arbeiten nicht an fiktiven Fallstudien, sondern direkt an den realen Herausforderungen der Teilnehmenden. Wer kommt, bringt ein konkretes Anliegen aus dem eigenen Betrieb mit. Daraus entwickeln wir gemeinsam einen digitalen Fahrplan – pragmatisch, individuell und machbar.

Welche Themen werden konkret behandelt?
Wir kombinieren strategische und technische Inhalte. Es geht um die Entwicklung einer Digitalstrategie, datengetriebene Entscheidungsfindung, Prozessdigitalisierung und -Automation, ERP-Systeme, parallele Material- und Datenflüsse, IT-Sicherheit – aber immer im Kontext von KMUs der Holzbranche.

Für wen ist diese Weiterbildung besonders geeignet?
Für Menschen, die in einem kleinen oder mittleren Holzunternehmen Verantwortung tragen – sei es in der Geschäftsleitung, der Produktion, der Projektleitung oder bei Digitalisierungsthemen. Es braucht keinen akademischen Titel, aber Interesse daran, im eigenen Betrieb etwas zu bewegen. Wichtig ist, dass die Teilnehmenden selbst ins Tun kommen.

Ist der Praxiskurs eher technisch oder eher strategisch ausgerichtet?
Beides. Gerade im Holzbau müssen Technik und Strategie zusammenspielen – sonst verpufft der Digitalisierungseffekt. Unser Kurs vermittelt die Zusammenhänge verständlich, gerade auch für Teilnehmende ohne Hochschulabschluss.

Was nehmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende konkret mit?
Einen klaren Plan, wie sie im eigenen Betrieb weiter vorgehen können. Sie gewinnen Sicherheit im Thema, verstehen Chancen und Grenzen digitaler Lösungen – und haben konkrete nächste Schritte definiert. Das macht den Praxiskurs so wirksam.


Link Programm und Anmeldung