‹Bärner Wiehnachtsboum› wieder auf dem Bundesplatz
Nach zwei Jahren Unterbrechung bekommt die Berner Bevölkerung in diesem Jahr wieder einen Weihnachtsbaum auf dem Bundesplatz. Die 12-m-Tanne kommt aus Zollikofen und leuchtet bis am 5. Januar 2015. Die ursprünglich gewählte Dekoration (Bild vom ‹Azündfest›) gefiel allerdings nicht allen. So ist der Baum letzte Woche in traditioneller Weise nachgeschmückt worden.
Link Bundesplatz-Tanne erstrahlt in neuem Glanz (Der Bund, 10.12.2014)
Bild bern.ch
Nach aktuellen Schätzungen werden in der Schweiz jährlich rund 1,2 Millionen naturechte Weihnachtsbäume aufgestellt. Rund 60% davon werden aus grossen Monokulturen in Dänemark und Deutschland importiert.
Immerhin gegen eine halbe Million Bäume werden aber im Inland produziert, ein Drittel davon direkt im Wald und zwei Drittel im Landwirtschaftsgebiet. Das Schweizer Angebot vermag die Nachfrage nach inländischer Ware gut abzudecken. Die Schweizer Produzenten rufen deshalb dazu auf, heimische Bäume zu wählen.
Lieber frisch als trocken
Der Neuenburger Forstingenieur Milan Plachta hat sich intensiv mit dem Feuchtigkeitsgehalt und der Entflammbarkeit verschiedener Bäume auseinandergesetzt. Seine Experimente haben gezeigt, dass sich kurzfristig geschlagene Bäume mit intakter Schnittstelle, die immer ins Wasser gestellt werden, am längsten frisch halten.
Die importierten Bäume haben diesbezüglich den Nachteil, dass sie meist bereits Ende Oktober oder Anfang November geschlagen und lange zwischengelagert wurden; zudem wird der Fuss oft zugespitzt oder rundum abgefräst, um den Durchmesser zu verringern, weshalb der Baum dann kaum noch Wasser aufnehmen kann.
Die Umwelt dankt
Auch was den ökologischen Aspekt betrifft, haben die heimischen Bäume gewichtige Vorteile. Sie werden nach den strengen Schweizer Standards umweltfreundlich kultiviert; im Wald oder auf Niederhalteflächen – etwa unter grossen Stromleitungen – wachsen sie ganz natürlich ohne Einsatz von Spritz- und Düngemitteln heran. Zudem entfallen bei den Bäumen aus Schweizer oder idealerweise regionaler Herkunft die langen Transportwege.
Bäume aus regionaler Herkunft kauft man am besten direkt bei den Produzenten – bei Landwirten oder im örtlichen Forstbetrieb. Auf der Website von Waldwirtschaft Schweiz findet sich eine Liste mit Forstbetrieben, welche Bäume aus dem Schweizer Wald verkaufen. Die Website der IG Suisse Christbaum enthält ein interessantes Lexikon aller gängigen Christbaumarten und das Mitgliederverzeichnis lokaler Produzenten.
Links www.wvs.ch | www.suisse-christbaum.ch