CO2-Bonus der österreichischen Holzbauoffensive schlägt ein
Das im Herbst dieses Jahres fertiggestellte WKO-Bürogebäude von Viereck Architekten in Graz ist mit einer verbauten Holzmenge von 517 Tonnen eines der Leuchtturmprojekte des österreichischen CO2-Bonus-Programms. Dieses fördert mehrgeschossige Wohnbauten sowie Gebäude für öffentliche Zwecke und öffentliche Infrastruktur in Holzbauweise. Die Begutachtung und Auswahl der geförderten Holzbauprojekte erfolgt über eine unabhängige Expertenjury.
Visualisierung Viereck Architekten/Waldfonds AT
Österreich treibt den nachhaltigen Holzbau als Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz, Innovation und bezahlbarem Wohnen mit dem CO2-Bonus-Programm kräftig voran. Die Förderhöhe orientierte sich an der Menge des ressourceneffizient verbauten Holzes (1 Euro/kg beziehungsweise 1,10 Euro/kg bei zusätzlicher Verwendung von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen). Förderberechtigt waren sowohl Privatpersonen als auch öffentliche Einrichtungen. Die starke Nachfrage nach den Fördermitteln zeigte, dass der Bedarf an nachhaltigen Bauweisen gross ist. Weitere Massnahmen und Aktivitäten sollen gezielt Projekte im bezahlbaren Wohnbau, im Gesundheitsbereich sowie die Nachverdichtung und Nutzung innerstädtischer Baulücken adressieren.
Die Österreichische Holzinitiative bündelt Massnahmen zur stofflichen und energetischen Nutzung von Holz. Zentrale Massnahmen sind unter anderem der Aufbau eines österreichweiten Holzbaufachberatungsnetzwerks zur Unterstützung von Planern, Architekten und Bauherren, die Förderung eines Normungssekretariats für Holzbau zur Stärkung und Weiterentwicklung der rechtlichen und normativen Rahmenbedingungen, die Finanzierung von Forschungs- und Governance-Projekten rund um innovative Bauweisen und nachhaltige Architektur, die Mitwirkung am Neuen Europäischen Bauhaus sowie die Unterstützung von Stiftungsprofessuren zur Förderung der Ausbildung im Holzbau.
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