Lignum Holzwirtschaft Schweiz

Bundesrat verabschiedet Integrale Wald- und Holzstrategie 2050

Die Landesregierung hat heute die neue Integrale Wald- und Holzstrategie 2050 gutgeheissen und damit die strategische Ausrichtung der Schweiz im Sektor Wald und Holz für die nächsten Jahre festgelegt. Die Strategie führt Schutz- und Nutzungsaspekte zusammen.

Bild Parlamentsdienste

 

Schutz vor Naturgefahren, Rohstoff für die Bau- und Energiebranche, CO2-Speicher zur Klimaregulierung, Lebensraum für Tiere und Pflanzen und Naherholungsgebiet: Der Wald und sein Holz sind zentral für die Natur und die Wirtschaft.

Der Wald steht jedoch zunehmend unter Druck, beispielsweise durch extreme Wetterereignisse, Schädlinge oder Krankheiten. Um ihn langfristig zu erhalten, sind strategische Überlegungen und Massnahmen erforderlich.

Deshalb hat das Bundesamt für Umwelt BAFU zusammen mit den Kantonen und unter Einbezug der Wald- und Holzwirtschaft die Integrale Wald- und Holzstrategie 2050 (IWHS 2050) erarbeitet. Die neue nationale Strategie soll die bisherige Wald- und Holzpolitik zusammenführen und ablösen. Der Bundesrat hat die IWHS 2050 am 12. Dezember 2025 verabschiedet.


Zwei Berichte, ein Massnahmenplan

Die IWHS 2050 besteht aus einem Strategiebericht, einem Indikatorenbericht und einem Massnahmenplan für eine erste Periode von acht Jahren. Die darin enthaltenen Massnahmen können mit den bestehenden Bundesmitteln umgesetzt werden und berücksichtigen zugleich das Entlastungspaket 2027.

Die Strategie verfolgt das übergeordnete Ziel, ein Gleichgewicht zwischen Schutz- und Nutzungsaspekten zu erreichen: Der Schweizer Wald soll zum einen auch in Zukunft ein wertvolles Ökosystem sein und gesund bleiben.

Zum anderen soll er so bewirtschaftet werden, dass er seine Funktionen und Leistungen trotz des Klimawandels in vollem Umfang erfüllen kann. Die nachhaltige Holznutzung trägt ihrerseits zur Waldpflege und Sicherung der Waldfunktionen bei.


Waldschweiz: ‹Umsetzung koordinieren›

Der Verband der Waldeigentümer WaldSchweiz begrüsst in einer Stellungnahme die aktualisierte Strategie, fordert aber eine gemeinsame Umsetzung der Massnahmen in Zusammenarbeit von Bund, Kantonen und Holzwirtschaft.

Der Verband erinnert daran, dass in den nächsten Jahren nach dem Willen der Branche eine Million Kubikmeter Holz mehr genutzt werden soll. Das könne nur gelingen, wenn alle Beteiligten an einem Strang zögen.

Im weiteren, so WaldSchweiz, dürfe die Strategie des Bundesrats keine einseitige Aufgabe bleiben. Die Schweizer Waldwirtschaft benötige weiterhin gezielte Unterstützung der öffentlichen Hand. Es sollten auch neue Investitionen etwa in zusätzliche Walderschliessung möglich werden. Nur so liessen sich die hohen Ziele einer zusätzlichen Holzmobilisierung erreichen.


Link Massnahmenplan 2025–2032 (PDF, 1.34 MB)