Bioökonomie-Innovationspreis für kompostierbare Bauplatten
Das deutsch-indische Green-Tech-Startup FRENVI GmbH aus Mannheim ist bisher mit kreislaufwirtschaftlich konzipierten Produkten für das leibliche Wohl aufgefallen: so mit essbarem Besteck, kompostierbarem Geschirr oder plastikreduzierten Re-Use-Mehrwegbechern. Nun tüftelt das Unternehmen an einem Bauprodukt aus Reststoffen der Getränkeindustrie.
Bild MLR Baden-Württemberg
Die Vision des Unternehmens ist die Etablierung kreislauffähiger Baumaterialien am Markt. Der Fokus liegt dabei auf der intelligenten Nutzung vorhandener Nebenströme: Zur Herstellung der ausgezeichneten Faserplatten werden biogene Reststoffe wie Teetreber oder Obsttrester verwertet. Die technologische Herausforderung lag bislang im sehr hohen Wassergehalt dieser Stoffströme.
Die Lösung bietet ein eigens entwickelter Verarbeitungsprozess, der es ermöglicht, auch Biomassen mit einem Wassergehalt von bis zu 80% effizient zu nutzen. Zudem wurden Kooperationen mit regionalen Getränkeherstellern etabliert. So entstehen kreislauffähige Plattenwerkstoffe, die direkt aus diesen lokalen Nebenströmen hergestellt werden.
Die so möglich werdenden Produkte können mineralische und fossile Komponenten in der Baubranche ersetzen, beispielsweise als Alternative zu Gipskartonplatten. Gleichzeitig wird das Entsorgungsproblem der Getränkeindustrie gelöst. Der Baustoff ist so konzipiert, dass er recycelt oder am Lebensende kompostiert werden kann.
Links mlr.baden-wuerttemberg.de | frenvi.de