Subjektive Wahrnehmung von Schall: Schlussbericht

Zeitgemässe Holzbauten schützen die Bewohner effizient vor unerwünschten Lärmeinwirkungen. Bei mehrgeschossigen Wohnbauten sind die Trittschallgeräusche aus benachbarten Wohnungen besonders zu beachten, wie aktuelle Untersuchungen zur subjektiven Wahrnehmung von Schall zeigen.

Im Projekt ‹Subjektive Wahrnehmung von Schall› wurden unterschiedliche Mess- und Bewertungsverfahren für den Trittschall untersucht. Dazu wurde eine umfangreiche Befragung der Bewohnerschaft von Ein- und Mehrfamilienhäusern in Holzbauweise sowie Messungen und Aufnahmen an realen Bauprojekten in Holzbauweise und im Labor an standardisierten Deckensystemen in Holz- und Massivbauweise durchgeführt. Neben der Auswertung verschiedener genormter und nicht genormter objektiver Kriterien wie z.B. dem bewerteten Norm-Trittschallpegel, wurden mit den Geräuschaufnahmen Hörversuche durchgeführt, so dass ein Abgleich der Messgrössen mit der subjektiven Bewertungen im Rahmen der Befragung vorgenommen werden konnte. Aufgrund des nachgewiesenen Zusammenhanges zwischen der Anzahl belästigter Personen mit den technischen Messgrössen können direkt und transparent normative Anforderungswerte hergeleitet werden.

Die Bearbeitung des Forschungsprojektes erfolgte durch das Fraunhofer Institut für Bauphysik IBP in Stuttgart. Die Arbeiten wurden in enger Abstimmung mit Lignum durchgeführt. Das Projekt wurde massgeblich vom Bundesamt für Wohnungswesen unterstützt. Die wichtigsten Ergebnisse sind im nachfolgenden Bericht abgebildet.