Viel Holz aus Österreichs Wald

2017 sind im österreichischen Wald 17,65 Mio. Erntefestmeter ohne Rinde genutzt worden, 5,3% mehr als im Vorjahr. Einen Anstieg gab es allerdings auch beim Schadholz: Dieses erreicht einen Anteil von fast 37% und liegt damit 21% über dem Vorjahreswert. Nicht zuletzt deswegen kommt der österreichische Sägerundholzmarkt derzeit an den Anschlag.

Unter der Trockenheit der letzten Jahre habe die Vitalität des österreichischen Waldes schwer gelitten, klagen die Landwirtschaftskammer und der Waldverband Österreich. Zusätzlich hätten die überdurchschnittlich hohen Temperaturen 2017 und in der laufenden Saison zu einer Massenvermehrung des Borkenkäfers geführt. Leidtragende seien vor allem Wald- und Mühlviertel, aber auch die angrenzenden Staaten Bayern und Tschechien.

 

Der Plage begegnet man am besten, indem das frisch befallene Holz geerntet und aus dem Wald abtransportiert wird, bevor die Jungkäfer ausfliegen und neue, geschwächte Bäume befallen können. Allerdings holen die Sägewerke das Rundholz nur noch begrenzt ab, weil ihre Lager bereits zum Bersten voll sind. Landwirtschaftskammer und Waldverband appellieren deshalb an die österreichischen Verarbeiter, Importe zu reduzieren.

 

Die Forstbetriebe sollen mithelfen, dass es zu einer möglichst raschen Entspannung bei den Sägewerken kommt, indem sie keine gesunden Bäume nutzen. Damit, so die beiden Innungen, trügen sie nicht nur dazu bei, den Markt zu entlasten, sondern gäben auch jenen Bäumen, welche den Borkenkäferangriff und die Trockenheit überlebt hätten, die Chance, sich weiter zu vermehren.

 


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