Lignum Holzwirtschaft Schweiz

Zirkularität in der Bauwirtschaft: BFH-Tagung in Burgdorf

Am 26. Februar findet zum dritten Mal die Tagung ‹Zirkuläre Bauwirtschaft› der Berner Fachhochschule statt. Dieses Jahr wird sie in Burgdorf ausgerichtet und legt den Fokus auf den Infrastrukturbau. Es geht um aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und den Spagat zwischen Ökobilanzen und Kreislaufwirtschaft. Unterstützt wird der Anlass vom Bundesamt für Umwelt.

Die Bauwirtschaft steht unter Druck. Der Infrastrukturbau ist besonders gefordert, weil der Bedarf an natürlichen Ressourcen einen grossen ökologischen Fussabdruck hinterlässt.
Bild BFH

 

Die Tagung gliedert sich in drei Themenblöcke. Der erste will Rahmenbedingungen, Ziele und gesetzliche Vorgaben aufzeigen. Das Bundesamt für Umwelt informiert unter anderem über die Umsetzung des 2025 in Kraft getretenen Klima- und Innovationsgesetzes, in dem das Netto-null-Ziel verankert ist.

Oliver Steiner von der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern stellt den kantonalen Sachplan Abfall unter dem Aspekt Kreislaufwirtschaft vor. Adrian Dinkelmann, Geschäftsführer Infra Suisse, reflektiert Erfolgsfaktoren für kreislaufwirtschaftliche Ansätze aus Sicht der Infrastrukturbauer.


Ökobilanzierungen für Infrastrukturbauten

Im zweiten Block am Nachmittag kommen die öffentlichen Bauherrschaften und Beschaffungsstellen zu Wort: Marc Steiner, Bundesverwaltungsrichter und Dozent an der Berner Fachhochschule, zeigt die rechtlichen Leitplanken für eine zirkuläre Beschaffung auf. ASTRA, SBB und Stadt Zürich präsentieren ihre Strategien und Erfahrungen aus laufenden Infrastrukturprojekten.

‹Aufgrund ihrer Vorbildrolle fordern ASTRA und SBB zunehmend Ökobilanzierungen für Infrastrukturbauten. Dies führt im Infrastrukturbereich zu einer Art Paradigmenwechsel›, erläutert Stephan Wüthrich, Professor an der BFH und Co-Organisator der Tagung.


Besonderes Augenmerk für Asphalt-Entwicklungen

Der dritte Block beleuchtet die Herausforderungen für die Bauwirtschaft, die Produzenten und die Unternehmen. Olivier Barbery von Vigier Ciment spricht über optimierte Stoffkreisläufe. Daneben präsentiert die Firma Kästli innovative Projekte, mit denen sie die Kreislaufwirtschaft im Grossraum Bern weiterbringt.

Speziell beleuchtet werden an der Tagung aktuelle Entwicklungen rund um Asphalt im Strassenbau. Tobias Balmer von der Weibel AG stellt CO2-negativen Asphalt vor. BFH-Forscherin Aybike Öngel berichtet an der Tagung unter anderem über die Wiederverwendung von Asphalt (Reclaimed Asphalt Pavement, RAP) und über Niedertemperatur-Asphalt.


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