Noch bis 11. Januar läuft die technische Vernehmlassung der neuen Schweizer Brandschutzvorschriften 2026. In Kraft treten sollen hätten diese nach ursprünglicher Planung per März 2027. Doch so schnell wird es wohl nicht gehen: IOTH und VKG haben am Dienstag dieser Woche angesichts des tragischen Brandereignisses vom Sylvesterabend in der Bar ‹Le Constellation› in Crans und der bisher zu den Ursachen bekanntgewordenen Details die Bremse gezogen und einen Marschhalt verkündet.
Im Auftrag des IOTH revidiert die Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen VKF seit 2018 die schweizerischen Brandschutzvorschriften. Sie sollen mit Fokus auf die realen Risiken von Grund auf neu aufgebaut werden. Daneben stehen klare und flexible Nachweisverfahren, Erleichterungen bei Fluchtwegen und Brandschutzmassnahmen sowie verbesserte Qualitätssicherung und Dokumentation im Vordergrund der Revision.
Das Geschehene verarbeiten
Angesichts der 40 Todesopfer und 116 Verletzten in Crans wollen IOTH und VKG jedoch nun den Entwurf der Brandschutzvorschriften 2026 noch einmal überprüfen. Gesicherte Erkenntnisse aus den noch laufenden Untersuchungen zum Brand in Crans-Montana würden vom IOTH sowohl fachlich als auch politisch diskutiert und in die weiteren Arbeiten einbezogen, heisst es. Ein neuer Terminplan für das Projekt Brandschutzvorschriften 2026 werde im Anschluss erstellt.
Bundespräsident Guy Parmelin lädt heute zusammen mit den Schweizer Kirchen die Bevölkerung zu einer landesweiten Schweigeminute und einem Moment des Gedenkens für die Opfer von Crans ein. Im ganzen Land werden um 14 Uhr die Kirchenglocken läuten. In Martigny findet eine Gedenkzeremonie statt. Die Schweizer Landesregierung vertreten dort Bundespräsident Parmelin, die Bundesräte Ignazio Cassis und Beat Jans sowie Bundeskanzler Viktor Rossi. Erwartet werden auch Vertreterinnen und Vertreter der anderen Staaten, aus denen die Todesopfer und Verletzten stammen, sowie der Länder, die ihre Hilfe angeboten haben.
Link vkg.ch