Holzverbindungen – Ausdruck tektonischer Kultur

Holzverbindungen spiegeln die unterschiedlichen Baukulturen im Holzbau. Heute abend wird eine Ausstellung zu diesem spannenden Thema an der ETH Hönggerberg eröffnet. Sie ist ab morgen Freitag bis zum 21. Juni zu sehen.

Bild ETH Zürich

 

 

Die Ausformung von Holzverbindungen ist Ausdruck ästhetischer Wertvorstellungen, aber auch in vieler Hinsicht unmittelbar klima- und materialbedingt. Während im traditionellen Holzbau Mittel- und Südeuropas das Fachwerk dominiert, sind in Skandinavien Blockbauten aus liegenden Stämmen prägend. In China und Japan setzte sich eine Skelettbauweise durch, die ohne aussteifende Wände auskommt und Taifunen und Erdbeben besonders gut standhält.

 

Die reinen Holzverbindungen erleben in den letzten Jahren eine Renaissance, bedingt unter anderem durch veränderte Brandschutzbestimmungen und computergestützte Fertigungstechniken. In der Ausstellung sind traditionelle, reine Holzverbindungen aus Europa und dem angelsächsischen Raum sowie aus China und Japan zu sehen. Es wird auch gezeigt, wie Holzverbindungen in aktuellen und zukünftigen Bauprojekten zum Einsatz kommen.

 


Ausstellung: 10. Mai bis 21. Juni 2019
Materialsammlung ETH Zürich | Baubibliothek (HIL E2), Stefano-Franscini-Platz 5, 8093 Zürich
Öffnungszeiten Montag bis Freitag, 8–21 Uhr
 
Eröffnung: 9. Mai 2019, 18.00 Uhr
Vorträge von Prof. Markus Peter und Jun. Prof. Dr. Christopher Robeller
Hörsaal HIL E1, anschliessend Apéro
 
Gleichzeitig mit der Eröffnung der Ausstellung findet die Vernissage des Hefts ‹Fügen in Holz› der Zeitschrift ‹werk, bauen + wohnen› statt.

 


Link www.library.ethz.ch