Für mehr Nachhaltigkeit in der öffentlichen Beschaffung

Die laufende Revision des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen könnte Nachhaltigkeitsaspekte im Vergabeverfahren künftig entscheidend stärken. Die Einhaltung der Umweltschutzbestimmungen durch Anbieter ist einer der Punkte, für die sich Lignum zusammen mit anderen Organisationen einsetzt.

In diesem Sinne hat sich Lignum vor der Differenzbereinigung im Nationalrat von letzter Woche zusammen mit bauenschweiz, swisscleantech, cemsuisse, WWF und Swiss Textiles in einem Schreiben an die Ratsmitglieder dafür ausgesprochen, die am Ort der Leistung geltenden Mindeststandards bezüglich Umweltschutz als Vergabekriterium zuzulassen.

 

Der Grund: Die verbindliche Einhaltung geltender Umweltschutzstandards durch Anbieter als Teilnahmebedingung bei der Auftragsvergabe unterstützt den Paradigmenwechsel von einer Vergabekultur mit Fokus auf den Preiskampf hin zu einem ganzheitlicheren Qualitätswettbewerb. Diese Neuorientierung wiederum stärkt den Werkplatz Schweiz.

 

In der betreffenden Frage ist der Nationalrat in der Debatte zu den Artikeln 3 und 12 am 7. März der Kommissionsmehrheit gefolgt, womit das Anliegen berücksichtigt ist und in dieser Hinsicht nun keine Differenz zum Ständerat mehr besteht. Dennoch bleibt der weitere Verlauf der Differenzbereinigung spannend, gerade im Hinblick auf Artikel 29, der die Zuschlagskriterien betrifft. Die kleine Kammer befasst sich voraussichtlich in der Sommersession wieder mit dem Geschäft.

 


Link 17.019 Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen