‹Betongold› bleibt für Investoren auch 2019 attraktiv

Von einem raschen und deutlichen Anstieg der nach wie vor sehr tiefen Zinsen ist derzeit nicht auszugehen. Damit stehen Immobilien weiterhin hoch in der Gunst der institutionellen Investoren. So präsentierte sich aus Sicht von Wüest Partner im Februar die Ausgangslage für das laufende Jahr.

Anhand der erteilten Baubewilligungen sind erste Bremsspuren im Mietwohnungsbau abzusehen; dennoch werden hierzulande noch immer mehr neue Mietwohnungen erstellt, als die zusätzliche Nachfrage absorbieren kann. Dabei gibt es allerdings grosse regionale Unterschiede. In Regionen wie Zug, Zimmerberg, Zürich (Stadt), Pfannenstiel, Bern und Thun besteht weiterhin ein Nachfrageüberhang. Aus Gesamtschweizer Perspektive sei damit zu rechnen, dass die Überversorgung den Druck auf die inserierten Mietpreise aufrechterhalten werde, so Wüest Partner.

 

Bei den gehandelten Eigentumswohnungen habe sich das Preiswachstum zwar abgeflacht, liege aber noch immer deutlich im positiven Bereich. Zudem zeigten sich auch im einfachen und gehobenen Segment Preisanstiege. Mittlerweile würden häufiger kleinere Wohnungen mit einem ansprechenden, aber nicht gehobenen Ausbaustandard angeboten. Die Preise der gehandelten Einfamilienhäuser seien im letzten Jahr weiter angestiegen. Sie dürften aufgrund der beschränkten Auswahl weiterhin zulegen.

 

Schweizweit lagen die inserierten Büromieten im vierten Quartal 2018 unter dem Vorjahreswert. Zumindest in den Wachstumsregionen ist aber 2019 gemäss Wüest Partner mit einer intakten Zusatznachfrage zu rechnen, die zu einer Absorption von Büroflächen beitragen und den Druck auf die Mietpreise reduzieren könnte. Einen nach wie vor schweren Stand hätten Anbieter von Verkaufsflächen. Der Strukturwandel im Detailhandel dürfte sich zudem noch weiter intensivieren und drosselnd auf die Flächenumsätze auswirken.

 


Link WP Immobilienmarkt Schweiz 2019|1 (PDF, 317 KB)