Pavatex will Werk in Cham schliessen

Preiszerfall bei den Holzfaserdämmstoffen, zu hohe Rohstoff- und Energiekosten, Absatzschwierigkeiten in den europäischen Nachbarländern: Die Pavatex SA will die Produktion in Cham im ersten Quartal 2019 stilllegen. Eine Erholung sei nicht mehr zu erwarten. Betroffen sind 50 Arbeitsplätze. Die Konsultationsphase zur Schliessung des Chamer Werks hat gestern begonnen.

Pavatex-Werk in Cham
Bild Pavatex

 

 

‹Die SOPREMA-Gruppe hat seit Übernahme der Pavatex im Jahr 2016 viel in den Produktionsstandort in Cham investiert. Der Absatz in der Schweiz konnte stark gesteigert werden. Dies, weil man unter anderem den Fokus wieder auf Schweizer Produkte legte. Zeitgleich setzte man eine Reduktion der Fixkosten in Millionenhöhe um›, hält Pavatex-CEO Christophe Feist fest.

 

‹Leider konnte trotz all der Massnahmen das negative Ergebnis nicht ins Positive gewendet werden›, erklärt Feist weiter. ‹Die Optimierung unserer Kosten ist eine Sache. Aber der Anstieg der Rohstoff- und Energiepreise sowie der starke Wettbewerb, vor allem aus Deutschland, der seine Überkapazitäten in der Schweiz zu sehr niedrigen Preisen absetzt, hat uns die Arbeit seit 2016 zusätzlich erschwert.›

 

‹Erholung nicht absehbar›

 

Die langjährig negativen Ergebnisse, der anhaltende Rückgang des Verkaufs im zweitgrössten Absatzmarkt Deutschland, die Prognosen der Bauinvestitionen für den Wohnungsbau Schweiz, der anhaltende Preisdruck und der gesättigte Markt haben Pavatex nun veranlasst, die Werksschliessung in Cham in Betracht zu ziehen.

 

Die Pavatex  SA soll im Falle einer Schliessung des Werkes in Cham durch ein anderes Werk der Soprema-Gruppe alle Kunden weiterhin mit Holzfaserdämmstoffen beliefern können. Um die von der Werksschliessung betroffenen Mitarbeiter zu unterstützen, ist ein Sozialplan vorgesehen. Beratung, Verkauf und Vertrieb sollen im bisherigen Rahmen weiterlaufen.

 


Link www.pavatex.ch