Schweiz und EU sollen Emissionshandelssysteme verknüpfen

Nach dem Willen des Nationalrats sollen die Emissionshandelssysteme der Schweiz und der EU miteinander verbunden werden: Die entsprechenden Zertifikate sollen gegenseitig anerkannt werden. Die grosse Kammer ist zudem gestern Montagabend auf die Revision des CO2-Gesetzes eingetreten.

Der Emissionshandel war bereits Bestandteil des geltenden CO2-Gesetzes. Es handelt sich um ein marktwirtschaftliches Instrument der Klimapolitik, das es emissionsintensiven Unternehmen ermöglicht, Treibhausgasemissionen kostengünstig zu reduzieren. Mit der Verknüpfung der Handelssysteme durch die gegenseitige Anerkennung der Zertifikate können Unternehmen aus der Schweiz Emissionen auch im Ausland kompensieren.

 

Bisher war der Emissionshandelsmarkt in der Schweiz nicht liquid. Das Schweizer Handelssystem umfasst zurzeit nur 54 emissionsintensive Industrieanlagen, so dass der Schweizer CO2-Markt nur sehr beschränkt spielt. Die EU betreibt dagegen seit 2005 das derzeit grösste Emissionshandelssystem der Welt. Es umfasst rund 11000 Industrieanlagen und fossil-thermische Kraftwerke. Seit 2012 ist auch der Luftverkehr eingebunden.

 


Link Wortprotokoll 17.073 Abkommen zwischen der Schweiz und der EU über die Verknüpfung der Emissionshandelssysteme – NR 3.12.2018