Treibhausgase verringern – Wald und Holz als Senken nutzen

Heute Montag beginnt der Nationalrat mit der Beratung zur Totalrevision des CO2-Gesetzes nach 2020. Lignum steht zu einer glaubwürdigen Klima- und Energiepolitik mit starkem Fokus auf Massnahmen im Inland für die Entwicklung zu einer nachhaltigen Schweiz.

Wald und Holz entlasten beide das Klima
Das Bauen mit Holz lässt gleichsam einen ‹zweiten Wald› entstehen. Der einmal im Baumwachstum zu Holz verwandelte Kohlenstoff aus atmosphärischem Kohlendioxid bleibt in den Bauten gespeichert. Zugleich wachsen im nachhaltig bewirtschafteten Schweizer Wald nach der Holzernte neue Bäume nach und verarbeiten wiederum Kohlendioxid aus der Luft, um Holz aufzubauen.
Bilder Paul Röthlisberger, Bätterkinden/Pierre Boss, Renens | Lignum
Lesetip ‹Wälder können einen riesigen Beitrag zum Klimaschutz leisten› | Lukas Denzler in der NZZ online vom 29.9.2018

 

 

Die Lignum unterstützt die entschiedene Verringerung des CO2-Ausstosses. Die Wald- und Holzwirtschaft trägt selber wesentlich dazu bei: Sie verhindert CO2-Emissionen durch Substitution CO2-intensiver Bau- und Werkstoffe sowie fossiler Brenn- und Treibstoffe. Sie senkt den CO2-Ausstoss mittels energieeffizienter Bauten.

 

Nicht zuletzt speichert sie CO2 sowohl im Wald als auch im verbauten Holz, dies vor allem in Verbindung mit einer aktiven Waldnutzung. In diesem Zusammenhang gilt es in der Schweiz die Weichen zu stellen, um die langfristiger angelegten Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen.

 

Artikel 5 des neuen CO2-Gesetzes öffnet den Weg dazu, dass die CO2-Speicher Wald und Holz zu marktfähigen Leistungen werden können. Die Anrechenbarkeit von CO2-Emissionsverminderungen durch biologische Sequestrierung und durch Holzprodukte soll gleichermassen im Gesetz verankert werden.

 

Bewährte Ansätze fortführen und justieren

 

Die Lignum sagt ja zur Senkung der Treibhausgasemissionen um 50% bis 2030 gegenüber 1990 sowie zu einer Verminderung der Emissionen im Inland um mindestens 30% (Artikel 3). Sie unterstützt die Fortführung der CO2-Abgabe auf Brennstoffe (Artikel 31) und setzt sich für ein langfristig angelegtes und gut ausgestattetes Gebäudeprogramm bis 2030 ein.

 

In diesem Zusammenhang begrüsst die Lignum auch die Festlegung von Gebäudestandards und Emissionsgrenzwerten (Artikel 8 und 9) bei Neubauten und Sanierungen. Massnahmen im Gebäudepark sind effektiv und rasch realisierbar.

 

Lignum bejaht die Kompensationspflicht für Importeure fossiler Treibstoffe und fordert dabei minimal 20% Inlandkompensation. Diese bildet einen positiven Anreiz für innovative, privatwirtschaftliche Projekte, für Arbeitsplätze und Wertschöpfung – auch zugunsten von Wald und Holz.

 


Links Vorlage im Nationalrat (PDF, 1.29 MB) | Positionspapier von WaldSchweiz ‹Wald und Holz in der Klimapolitik› (PDF, 3.21 MB)