EU strebt Klimaneutralität bis 2050 an

Die Europäische Kommission hat letzte Woche die ‹Vision› einer wettbewerbsfähigen und klimaneutralen Wirtschaft bis 2050 verkündet: ‹Ein sauberer Planet für alle›. Sie soll Interessenträger, Forscher, Unternehmer und Bürger gleichermassen inspirieren und Europa in die Lage versetzen, neue und innovative Wirtschaftszweige, Geschäftsmodelle und entsprechende Arbeitsplätze zu schaffen.

Grafik ec.europa.eu

 

 

Ziel müsse sein, den Wandel sozial gerecht zu gestalten und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und Industrie der EU auf den globalen Märkten zu verbessern. Dadurch sollen hochwertige Arbeitsplätze und ein nachhaltiges Wachstum in Europa gesichert werden, während gleichzeitig andere ökologische Herausforderungen wie schlechte Luft oder Artenverlust angegangen werden.

 

Um eine klimaneutrale Wirtschaft zu erreichen, sei gemeinsames Handeln in sieben strategisch wichtigen Bereichen erforderlich: Energieeffizienz, Ausbau erneuerbarer Energien, saubere, sichere und verbundene Verkehrsmittel, wettbewerbsfähige Industrie und Kreislaufwirtschaft, Infrastruktur und Verbindungen, Bioökonomie und natürliche Kohlenstoffsenken, CO2-Abscheidung und -Speicherung.

 

Umbau des Energiesystems im Vordergrund

 

In den Fokus rückt aufgrund des Oberziels, die EU klimaneutral werden zu lassen, zwangsläufig das Energiesystem. Seine heutige Gestalt ist für mehr als drei Viertel der Treibhausgasemissionen der EU verantwortlich. Grund dafür ist die weitgehende Abstützung auf fossile Energieträger. Dies, so heisst es, werde sich bis Mitte des Jahrhunderts ‹radikal› ändern.

 

Die Dekarbonisierung werde zu einer weitgehenden Umstellung auf Elektrizität führen, wobei bis 2050 mehr als 80% aus erneuerbaren Energien stammen sollen. Dieser grundlegende Wandel des Energiesystems, so die Hoffnung, soll dem Umbau anderer Wirtschaftsbereiche den Weg bahnen.

 


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