Dem Schweizer Immobilienmarkt droht kaum mehr Überhitzung

Die jüngste Immobilienmarkt-Analyse der ETH Zürich und des Vergleichsdienstes Comparis zeigt eine weitere Stabilisierung der Angebotspreise in der Schweiz. Erneut sind in der Hälfte der analysierten Bezirke die Quadratmeterpreise für Wohnungen im Jahresvergleich um weniger als 5% gestiegen.

Gemäss Immobilienreport 2018 ‹zu beobachten› sind die violett gefärbten Bezirke 1 Bülach (ZH; Wohnungen aller Grössen), 2 Hinwil (ZH; mittelgrosse Häuser und Wohnungen aller Grössen), 3 Horgen (ZH; Wohnungen aller Grössen), 4 Pfäffikon (ZH; Wohnungen aller Grössen), 5 Uster (ZH; Wohnungen aller Grössen), 6 Thun (BE; Wohnungen aller Grössen), 7 Hochdorf (LU; mittelgrosse Häuser und Wohnungen aller Grössen), 8 Luzern (LU; Wohnungen aller Grössen), 9 Sursee (LU; mittelgrosse Häuser und Wohnungen aller Grössen), 10 Aarau (AG; mittelgrosse Häuser und Wohnungen aller Grössen), 11 Lenzburg (AG; mittelgrosse Häuser und Wohnungen aller Grössen) sowie 12 Monthey (VS; Wohnungen aller Grössen). Im grün gefärben Bezirk 13 See-Gaster (SG) ist die Veränderung der Preisentwicklung abgebildet. Der Bezirk wird nun in der Klasse der geringsten Risiken geführt. Es wurden keine Bezirke als ‹kritisch› oder ‹zu überwachen› eingestuft.
Grafik/Quelle ETH Zürich/comparis.ch

 

 

‹In unserer diesjährigen Analyse konnten wir keine Anzeichen einer Immobilienblase feststellen. Trotz des anhaltend tiefen Hypothekarzinsumfeldes hat sich die Stabilität im Schweizer Immobilienmarkt weiter gefestigt›, sagt Didier Sornette, Professor für Entrepreneurial Risks an der ETH Zürich. Zum dritten Mal in Folge wurden keine Bezirke als kritisch oder zu überwachen eingestuft. In die Analyse sind Daten von mehr als anderthalb Millionen Kaufinseraten für Häuser und Wohnungen eingeflossen, die von 2005 bis Ende Juni 2018 auf comparis.ch angezeigt wurden.

 

‹Aufgrund der extrem niedrigen Zinsen und des sich positiv entwickelnden makroökonomischen Umfelds kann man davon ausgehen, dass der Schweizer Immobilienmarkt für den Rest des Jahres weitestgehend stabil bleibt›, zeigt sich Sornette überzeugt. Immobilienkäufer sollten seines Erachtens aber ein Auge auf mittelfristige Veränderungen der europäischen Geldpolitik haben. Diese können den Schweizer Immobilienmarkt beeinflussen.

 

Zwölf Bezirke unter Beobachtung

 

Der Bezirk See-Gaster mit Rapperswil-Jona war im Immobilienreport 2013 mit einer steigenden Preisdynamik aufgefallen und wurde als ‹zu überwachen› eingestuft. Im Jahr 2014 hat sich die Situation wieder ein wenig beruhigt; der Bezirk See-Gaster verblieb von da an in der Kategorie ‹zu beobachten›. Jetzt gibt der Report Entwarnung: ‹Die angebotenen Quadratmeterpreise sind merklich gesunken›, so Sornette. Der Bezirk wird nun in der Klasse der geringsten Risiken aufgeführt.

 

Folgende Bezirke stuft der Bericht aufgrund eines leicht höheren Risikos als ‹zu beobachten› ein: Bülach (ZH), Horgen (ZH), Luzern (LU), Pfäffikon (ZH), Uster (ZH), Thun (BE), Monthey (VS), Hinwil (ZH), Hochdorf (LU), Sursee (LU), Aarau (AG) und Lenzburg (AG). In diesen Bezirken wurden zuvor Anzeichen einer Immobilienblase festgestellt.

 


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