‹Holz ist der beste Baustoff im Hochbau›

In Altdorf und Goldau stehen zwei neue Holzbauten, in denen sich die Zentralschweizer Holzkette Mitte September und Mitte Oktober traf, um sich über den Einsatz von Schweizer Holz und eine durchgängige Wertschöpfungskette auszutauschen.

Erläuterungen seitens des Architekten vor dem Berufs- und Weiterbildungszentrum BWZ Uri.
Bild Melanie Brunner, Oberkirch
 

 

Für Bildungsinstitutionen scheint Holz als Baustoff prädestiniert zu sein, denn sowohl das Berufs- und Weiterbildungszentrum Uri in Altdorf als auch das Provisorium der Pädagogischen Hochschule Schwyz in Goldau sind daraus entstanden – und zwar aus Holz, das zum grössten Teil aus den hiesigen Wäldern stammt.

 

Die Gründe für den Einsatz von Holz waren nicht allein ökologischer Natur, und sie lagen auch nicht allein in der Tatsache, dass der Baustoff für eine angenehme Atmosphäre im Innern sorgt, wie die projektverantwortlichen Architekten, Ingenieure und Holzbauer am jeweiligen Objekt erläuterten.

 

Naheliegender Rohstoff

 

Zielen die beteiligten Akteure von Anfang an auf den Einsatz von Schweizer Holz, gelingt es in den meisten Fällen, einen Holzbau mehrheitlich aus hiesigem Holz zu erstellen. Die Mehrkosten für das Bauen mit Schweizer Holz gegenüber dem Bauen mit Holz ausländischer Herkunft sind im Vergleich zu den Gesamtinvestitionen vernachlässigbar. Alle am Holzbau beteiligten Akteure können auf ihren Verarbeitungsstufen dazu beitragen, dass möglichst viel Schweizer Holz verwendet wird.

 

In Altdorf wie in Goldau wurde viel Wert daraufgelegt, das lokale Gewerbe zu unterstützen und die Steuergelder in einen nachwachsenden Rohstoff zu investieren. Die am Bau beteiligten Planer und Architekten erklärten, wie dank der einwandfreien Zusammenarbeit aller, mit guten Vorabklärungen seitens der Behörden, der detaillierten Planung von Beginn weg und einem disziplinierten Schaffen die Holzbauten termingerecht errichtet werden konnten.

 

Berechtigter Stolz auf Holz

 

‹Der Holzbau ist ebenso wirtschaftlich wie ein Massivbau›, führte Kurt Traxel vom Baudepartement Uri aus. Zudem sei der Termindruck beim Berufs- und Weiterbildungszentrum Uri in Altdorf gross gewesen, was für den Holzbau mit seiner Schnelligkeit gesprochen habe. Ähnlich klang es in Goldau, wo die Planungsphase extrem kurz war und man den zweistöckigen Modulpavillon für das Provisorium der Pädagogischen Hochschule Schwyz in einer Rekordzeit von 20 Wochen plante und fixfertig ausführte.

 

Dass die Architekten und Planer wichtige Beeinflusser auf dem Weg zu Holz und insbesondere zu Schweizer Holz sind – darin waren sich die Anwesenden einig. Pointiert äusserte sich Holzbauingenieur Pius Renggli von holzprojekt gmbh, welcher sich Steve Jobs zum Vorbild nimmt und überzeugt ist, dass die Holzbranche selbstbewusst mit der Überzeugung  antreten solle, dass Holz der beste Baustoff im Hochbau sei. Komme das Holz aus der Region, seien erst noch weniger Transporte nötig, und die Wertschöpfung bleibe ebenso wie die Arbeits- und Ausbildungsplätze vor Ort.

 


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