Schweizer Energiepolitik soll am Ball bleiben

Die Schweiz erhält von der Internationalen Energie-Agentur IEA gute Noten für ihre Energiepolitik. Sie empfiehlt jedoch, den Umbau des Energiesystems im Einklang mit der Klimapolitik voranzutreiben und den dafür nötigen regulatorischen Rahmen weiterzuentwickeln. Der neue IEA-Bericht wurde gestern in Bern vorgestellt.

Etwa alle fünf Jahre sichtet die Internationalen Energie-Agentur IEA die Energiepolitik ihrer Mitgliedsländer vertieft. Für die neuste Tiefenprüfung besuchte ein international zusammengesetztes Review-Team die Schweiz vom 12.–17. November 2017. Es traf sich mit zahlreichen Fachpersonen aus Behörden von Bund und Kantonen, Energieunternehmen, Verbänden und anderen Organisationen.

 

Die IEA lobt die seit der letzten Tiefenprüfung im Jahr 2012 erzielten Fortschritte der Schweiz bei der Förderung der Energieeffizienz im Gebäudesektor und beim beschleunigten Zubau von erneuerbaren Stromquellen. Auch die Aufstockung der öffentlichen Gelder für die Energieforschung wird positiv vermerkt.

 

Zielerreichung im Auge behalten

 

Allerdings mahnt die IEA, dass konstante Anstrengungen und allenfalls weitere regulatorische Anpassungen erforderlich seien, um die ambitionierten energiepolitischen Richtwerte zu erreichen. So soll die Schweiz die Wirkung der Fördermassnahmen für erneuerbaren Strom (Einspeisevergütung, Einmalvergütung), Biotreibstoffe oder für die Gebäudeeffizienz (Gebäudeprogramm) genau beobachten und vor deren geplanten Auslaufen eine allfällige Fortführung prüfen.

 

Zur Klimapolitik empfiehlt die IEA der Schweizer Regierung, das neue CO2-Gesetz so auszugestalten, dass es das Erreichen der nationalen Klimaziele bis 2030 sicherstellt. Angeregt wird ausserdem, die Emissionsreduktionskosten unter den verschiedenen Sektoren, insbesondere Brenn- und Treibstoffe, besser zu verteilen. Zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors empfiehlt die IEA eine langfristige Mobilitätsstrategie, die starke Marktsignale setzt.

 

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