Solothurn: Wie weiter in der kantonalen Energiepolitik?

Nach dem überaus klaren Nein zum kantonalen Energiegesetz im Juni hat das solothurnische Volkswirtschaftsdepartement die Abstimmung analysieren lassen. Es kommt zum Schluss, dass die Mehrheit der Bevölkerung zwar nach wie vor hinter der Energiestrategie des Regierungsrates steht, bei der Umsetzung aber Anpassungen erwartet.

Im Auftrag des Solothurner Volkswirtschaftsdepartements hat gfs.bern eine repräsentative Nachanalyse zur Abstimmung vom 10. Juni 2018 erstellt. Ihr erstaunliches Fazit: Trotz wuchtiger Ablehnung des Energiegesetzes mit 70,5% Nein-Stimmen steht die Mehrheit der Solothurnerinnen und Solothurner nach wie vor hinter der Energiestrategie 2050, die mehr Energieeffizienz fordert und für erneuerbare Energien eintritt. 68% der Befragten wünschen sich laut Studie eine neue Vorlage der Behörden. Bei der Umsetzung braucht es jedoch mehr Anreize und Ziele statt Vorschriften und Verbote.

 

Die Energiefachstelle hat damit begonnen, die Förderprogramme entsprechend weiterzuentwickeln. Geprüft wird beispielsweise ein zusätzlicher Bonus für Hausbesitzer, die beim Heizungsersatz oder bei der Gebäudesanierung durchsinnvolle Kombinationen eine Effizienzsteigerung erreichen. Die aktuellen Fördermassnahmen bleiben nach wie vor bestehen. Gleichzeitig will der Kanton die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Vollzugsbehörden und Gewerbe stärken und die Hauseigentümer gezielter informieren. Mittelfristig wird es wohl zu einer Neuauflage des Energiegesetzes kommen.

 


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