Wechsel im Minergie-Präsidium

Der Zuger Regierungsrat Heinz Tännler zieht sich nach acht Jahren als Präsident von Minergie zurück. Seine Nachfolge tritt der St. Galler Regierungsrat Marc Mächler an, Vorsteher des kantonalen Baudepartementes.

Heinz Tännler (rechts) übergibt Marc Mächler (links) zum Start ins Amt als Präsident von Minergie symbolisch den Minergie-Pfeil.
Bild Minergie

 

 

Über eine Million Menschen benutzen Minergie in ihrem Alltag. So konnten in den letzten 20 Jahren über 50 Mia. kWh Energie und 10 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden. Das realisierte Bauvolumen liegt bei über CHF 150 Mia. Die Wertschöpfung fand weitgehend in der Schweiz statt. 

 

Geburtstagsgruss von höchster Stelle

 

Rund 120 Gäste aus Politik und Wirtschaft fanden sich am 28. Juni zum 20-Jahr-Jubiläum des Vereins Minergie im Grimsel Hospiz ein.  Bundesrat Johann Schneider-Ammann würdigte Minergie als Erfolgsgeschichte. Minergie habe nicht nur eine Vorreiterrolle im Energiebereich inne, sondern sei auch ein bedeutender Treiber für die Entwicklung neuer Technologien.

 

Minergie sei bestes Beispiel für unternehmerische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit – ohne starre Vorgaben, aber mit definierten Zielwerten. Es handle sich um ein liberales und zukunftsweisendes Label, welches eine innovative Schweiz mit cleveren Lösungen verbinde.

 

Wertsteigerndes Qualitätsmerkmal

 

Auf die Bedeutung der Minergie-Bewegung für die Schweiz wies der abtretende Präsident Heinz Tännler hin. So machte er deutlich, dass das Minergie-Label nicht einzig auf individueller, sondern auch auf kollektiver Basis zu einer Stabilisierung der Immobilienpreise beitrage: ‹Das Label wirkt in jeder Liegenschaftsbewertung wertsteigernd.›

 

Das sei richtig, denn diese Investitionen erlaubten es, Energiekosten zu reduzieren, was über die Rendite eine höhere Bewertung rechtfertige. Eindeutig sei es auch so, dass Minergie helfe, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren. Minergie trage so dazu bei, dass nicht nur weniger Energie verbraucht, sondern auch weniger fossile Energie importiert werden müsse.

 

Marc Mächler als neuer Präsident gewählt

 

Mit Abschluss seiner achtjährigen Präsidiumstätigkeit empfahl Tännler den Mitgliedern Marc Mächler, Regierungsrat des Kantons St. Gallen, zur Wahl als neuen Präsidenten des Vereins Minergie. Die Mitgliederversammlung wählte diesen in der Folge einstimmig in das Amt.

 

‹Es braucht uns alle, damit wir die Energiewende schaffen. Jeder einzelne zählt. Ich bin vom Minergie-Label überzeugt, weil es ein freiwilliges Label ist, das einen echten Mehrwert bringt und darum so erfolgreich ist›, erklärte Mächler in der Folge sein Engagement für den Verein Minergie.

 

‹Jede Wende fängt im Kleinen an›

 

Andreas Meyer Primavesi, Geschäftsleiter Minergie Schweiz, blickte zum Abschluss nach vorn. Mit dem Ja zur Energiestrategie habe die effektive Arbeit für alle Beteiligten erst angefangen. Er betonte den Willen und die Kraft des Vereins Minergie, in diesem dynamischen Umfeld auch künftig einen zentralen Beitrag zu leisten.

 

Die Energiewende sei im Gebäudebereich absolut machbar: Alles was es brauche, sei ein visionärer Architekt, eine pfiffige Planerin, engagierte Unternehmer und der passenden Minergie-Standard. In diesem Sinne danke er den mehreren tausend engagierten Partnern an der Seite von Minergie.

 


Link www.minergie.ch