Aus Lignum Thurgau wird Lignum Ost

Lignum Thurgau heisst neu Lignum Ost. Der Verein, in dem sich die Thurgauer Wald- und Holzwirtschaft zusammengeschlossen hat, will sich geografisch öffnen, um so etwaige neue Möglichkeiten beim Schopf packen zu können.

Lignum-Ost-Präsident Paul Koch (links) im Austausch mit dem neuen Lignum-Ost-Geschäftsführer Simon Biegger.
Bild Christof Lampart, Bronschhofen

 

 

Mit dem Namenswechsel will der Verein, welcher sich für die vermehrte Verwendung des nachwachsenden und einheimischen Rohstoffes Holz als Baustoff und Energieträger einsetzt, erreichen, dass er problemloser inländische Kantons- und ausländische Landesgrenzen überwinden und einfacher neue Kooperationen und Geschäftsfelder erschliessen kann, als dies bis anhin der Fall gewesen war.

 

Oder wie Lignum Ost-Präsident Paul Koch, Oberneunforn, es formulierte: ‹Wir sind mit dem neuen Namen nicht mehr eingeengt und können dann in unsrem Tun mehr über die Grenzen hinaus und auf die Regionen als Ganzes schauen.› Zumal es ja bereits jetzt schon bei Lignum Thurgau eine interkantonale Zusammenarbeit gegeben hat, nämlich jene zwischen einigen Hinterthurgauer Gemeinden und dem Verein Pro Zürich Berggebiet.

 

Es muss nicht immer Frauenfeld sein

 

Doch der Namenswechsel war nicht die einzige Änderung, der die Mitglieder am 31. Mai an einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung im Frauenfelder ‹Giardino del vino› zustimmten. Denn die Versammlung votierte auch einstimmig für eine Statutenrevision.

 

Diese wurde unter anderem deshalb vorgenommen, um die Organisation Lignum Ost fit für das vermehrte ‹grosse Bauen› von Wohn-, Industrie-, Gesundheits- und Bildungsbauten zu machen. Und dies natürlich wiederum mit dem Ziel, ‹vermehrt Schweizer Holz dabei zu verbauen›, so Koch.

 

Neu befindet sich auch der Sitz der Vereins Lignum Ost nicht mehr zwangsläufig in Frauenfeld, sondern am Sitz der Geschäftsstelle, welcher im Falle des neuen Geschäftsführers, Simon Biegger, mit dessen Wohnort, Frauenfeld, zusammenfällt.

 

Zwei Stimmen für die Finanzkräftigsten

 

Über die Aufnahme von Mitgliedern entscheidet neu der Vorstand, und bei den Mitgliedern gibt es neu fünf Kategorien, nämlich Hauptträger, Träger, Basis- und Einzelmitglieder sowie nicht stimmberechtigte Gönner.

 

Ebenso wurde das Beitrags- und Stimmrechtsreglement überarbeitet. Dabei wurde nach reger Diskussion festgelegt, dass Hauptträger, also Trägerverbände, Organisationen und Ämter, bei Abstimmungen zwei Stimmen haben sollen, da sie einen deutlich höheren Mitgliederbeitrag entrichten als die übrigen Mitglieder.

 

Während der Namenswechsel ab sofort gilt, treten die übrigen Statutenänderungen erst am 1. Januar 2019 in Kraft.

 


Link www.lignumthurgau.ch