Bündner Holzmodulbau zeigt seine Stärke

In Chur wird das Konvikt der Bündner Kantonsschule saniert. Hochwertige Holzmodule aus Bündner Produktion schaffen für 100 Schülerinnen und Schüler während der Bauarbeiten Wohnraum auf Zeit. Das Unterkunftsprovisorium wird im August eingeweiht. Letzte Woche wurden die ersten Module versetzt.

Oben: So wird sich das Unterkunftsprovisorium ab diesem Sommer präsentieren. Unten: Einfach, zweckmässig, aber gemütlich zeigen sich die Zimmer auf Zeit. Das für die Instandsetzung des Konvikts vorgesehene Mobiliar für 100 Personen wird bereits für das Unterkunftsprovisorium beschafft. 
Bilder Hochbauamt des Kantons Graubünden

 

 

Der nicht mehr zeitgemässe Standard des 1968 erstellten Konvikts der Bündner Kantonsschule in Chur ruft nach einer umfassenden Instandsetzung. Die Bauarbeiten starten im August 2018, Fertigstellung und Inbetriebnahme sind auf Oktober 2020 geplant. Für die Phase der baulichen Sanierung wird für CHF 2,9 Mio. an zentraler Lage ein Unterkunftsprovisorium erstellt.

 

Das vom Savogniner Holzbauunternehmen Uffer AG geplante und errichtete Provisorium wird für 27 Monate gemietet. Der moderne, dreigeschossige Holzbau zeichnet sich aus durch seine klare Gliederung in zwei Wohntrakte und einen Verbindungsbau. Insgesamt werden 102 Quadrin-Holzmodule als Einer- und Zweierzimmer über drei Geschosse verteilt angeordnet. Das Erdgeschoss verfügt zusätzlich über einen Administrations- und einen Aufenthaltsbereich.

 

Vorfertigung bis zur letzten Steckdose

 

Alle Module bauen auf demselben Raster auf und sind entweder als Zimmer oder Sanitärzelle ausgerüstet. Sie werden vollständig in einer mit modernster Computertechnik ausgestatteten Fertigungsstrasse in der Werkhalle hergestellt. Der komplette Innenausbau, die Haustechnikinstallationen, Fenster und Türen sowie der Sonnenschutz sind vormontiert. Die Module werden nur noch auf die vorbereiteten Ortbetonfundamente gestellt.

 

Damit lassen sich Bauzeit und Erstellungskosten wesentlich optimieren. Das Unterkunftsprovisorium wird an das Fernwärmenetz der Stadt Chur angeschlossen. In Kombination mit der gewählten Modulholzbauweise resultiert ein rundum nachhaltiges Gebäude. Dazu trägt auch die Wiederverwertbarkeit der vielseitig einsetzbaren Raummodule bei. Eine hohe Wertschöpfung innerhalb des Kantons sowie die Förderung mittelständischer Unternehmer stehen dabei im Fokus.

 


Link www.gr.ch