Holzpavillon auf Zeit im Hof der Universität Mailand

Im April wird Mailand mit dem ‹Salone del Mobile› Jahr für Jahr zum Wallfahrtsort der Design-Aficionados. Holz macht dabei vielerorts bella figura – in den Hallen und ausserhalb der Messe. Dieses Jahr sorgte das Material zum Beispiel im Hof der Universität für einen Hingucker der Extraklasse.

Temporäre Installation ‹Future Space›, Mailand, 2018
Bilder Oskar Dariz

 

 

Wie aus einem riesigen Bauklotzspiel zusammengesetzt lag der ‹Future Space› genannte, auf Zeit erstellte Holzpavillon von Architekt Peter Pichler (Mailand) bis zum 28. April im Hof der Universität Mailand. Es handelte sich um eine Aktion im Rahmen der ‹Fuori Salone› genannten Ausstellung in der Stadt während der Möbelmesse.

 

Pichler ist von der ausserordentlichen Erscheinung dieses imposanten Hofs des ‹Ca’Grande› genannten Gebäudes ausgegangen und hat die Prinzipien der Renaissance-Architektur mit ihren Proportionen, der strengen Symmetrie und der klaren Geometrie aufgenommen. Mit drei Öffnungen blickte der Holzpavillon auf seine historische Umgebung und zeigte mit den gestapelten Tannenholzbalken als hier untypischem Bauelement eine poetische Präsenz.

 

Die zwölf Tonnen schwere, pyramidenähnliche Struktur bestand aus 1600 einzelnen Balkenstücken, liess sich begehen und wirkte mit Schatten- und Lichtspiel leicht und verspielt. Eine Öffnung diente als Zugang, zwei waren auf die Umgebung und weitere künstlerische Interventionen ausgerichtet. Die Firma Zumtobel steuerte die nächtliche Beleuchtung bei. Am Entwurf beteiligt waren Peter Pichler, Gianluigi D’Aloisio und Daniela Colombati.

 


Link www.peterpichler.eu/future-space-pavilion/