Berlin öffnet sich dem mehrgeschossigen Holzbau

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat eine Änderung der Bauordnung beschlossen, welche die Genehmigung von Gebäuden mit tragenden Teilen aus Holz vereinfacht. Nach Baden-Württemberg und Hamburg ist Berlin das dritte Bundesland, das darangeht, Hürden für das Bauen mit Holz abzubauen.

Rückenwind für das Bauen mit Holz in Berlin
Im April wurde der Grundstein für einen grossen neuen Holzbau in der deutschen Bundeshauptstadt gelegt: den Wohnbau ‹Walden 48› der ARGE Scharabi Raupach. Das gemeinschaftliche Bauprojekt umfasst ein Gebäude mit mehr als 40 Wohnungen in reiner Holzbauweise.
Visualisierung  © ARGE Scharabi Raupach

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Die Berliner Bauordnung wurde in dem Sinne ergänzt, dass  tragende oder aussteifende sowie raumabschliessende Bauteile, die hochfeuerhemmend oder feuerbeständig sein müssen, in Holzbauweise zulässig sind, wenn die erforderliche Feuerwiderstandsfähigkeit gewährleistet wird.

 

Mehrgeschossige Bauten aus Holz waren in Berlin bereits vor der Änderung der Bauordnung möglich. Allerdings benötigte man dafür aufwendige Ausnahmeregelungen, die mit den Bauaufsichtsbehörden und der Feuerwehr abgestimmt werden mussten.

 

Mit unter 4% Marktanteil spielt der mehrgeschossige Holzbau in Deutschlands Städten noch immer eine eher bescheidene Rolle. Viele Bauordnungen in den Bundesländern bilden die Leistungsfähigkeit des modernen Holzbaus nach wie vor nicht ab. Deshalb hat die Änderung der Berliner Bauordnung Signalcharakter.

 


Link www.holzbau-deutschland.de