Bauen mit Holz – wirtschaftlich und wettbewerbsfähig

Der Holzbautag Biel vom 17. Mai stellt Wirtschaftlichkeit und Wertschöpfung des modernen Holzbaus in Verbindung mit überzeugender Architektur ins Zentrum. Die Berner Fachhochschule BFH, Lignum und Cedotec zeichnen gemeinsam als Veranstalter des zweisprachigen Anlasses im Bieler Kongresshaus.

Neubau MAD3 der Kantonspolizei Freiburg in Granges-Paccot (Architektur: Deillon Delley Architectes SA, Bulle). Die benötigten 2500 m3 Holz  für die 30000 m3 Bauvolumen kamen samt und sonders aus dem Freiburger Staatswald.
Bild Roger Frei, Zürich, rogerfrei.com

 

 

Das nachwachsende und CO2-speichernde Material Holz eignet sich ausgezeichnet für energie- und klimaschonende Bauten, wie sie der Markt heute verlangt. Die ausgereifte digitale Vorfertigung im Holzbau sorgt für hohe Ausführungsqualität und verkürzt die Bauzeit enorm. Das ist gerade bei Investorenprojekten ein Hauptargument für die Wahl der Holzbauweise.

 

Um den Vorsprung gegenüber dem Massiv- und Stahlbau zu halten, sind jedoch immer wieder neue kosteneffiziente Lösungen gefragt, die architektonisch, konzeptionell wie bautechnisch hohen Anforderungen genügen und gleichzeitig Wertschöpfung und Gewinn ermöglichen.

 

Wege zum gelungenen Bau

 

Am diesjährigen Holzbautag Biel präsentieren Referentinnen und Referenten anhand ausgewählter Objekte Strategien und Wege, um diese Herausforderung zu meistern und gute Architektur in Holz zu realisieren. In Ko-Referaten stellen die am Bau beteiligten Akteurinnen und Akteure – Architekten, Holzbauunternehmer, Holzbauingenieure, Investoren und Bauherrenvertreter – die Bauprojekte aus ihrer jeweiligen Perspektive vor.

 

Nebst der am Ende gewählten Lösung zeigen sie auch den Weg dorthin auf, geben dabei Einblick in kontroverse Diskussionen um Anforderungen und mögliche Varianten, verdeutlichen unterschiedliche Standpunkte und Verantwortlichkeiten im Prozess. Vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung zwischen den verschiedenen Disziplinen und Interessen wird die gefundene Lösung nachvollziehbar.

 

Märkte, Kunden, Prozesse, Potentiale

 

Lignum-Direktor Christoph Starck moderiert in Biel den ersten Teil ‹Märkte und Kunden›. Stefan Fahrländer von Fahrländer Partner AG und Birgit Neubauer-Letsch (BFH) orientieren über die neusten Entwicklungen im Immobilien- und Holzbaumarkt Schweiz. Das Ausbildungszentrum ZIVI in Schwarzsee, das Gebäude MAD3 der Kantonspolizei Freiburg in Granges-Paccot und der neue Campus Biel/Bienne stehen im Zentrum eines Blockes zu Fragen der Nachhaltigkeit, den Andreas Müller (BFH) anschliessend moderiert. Eine Podiumsdiskussion rundet ihn ab.

 

Die Weichenstellung im Architekturwettbewerb verfolgen die Referate des Nachmittags unter der Moderation von Hanspeter Bürgi (BFH). Dabei kommen die Wohnsiedlung und der Stadtteilpark Mutachstrasse in Bern, Architekturprojekte in St. Gallen, Adliswil und Bellinzona sowie grossmassstäbliche Strukturen in Holz zur Sprache; auch diesen Block ergänzt eine Podiumsdiskussion.

 

Potentiale in der Umsetzung sichtet der letzte Teil des Anlasses unter Moderation von Hanspeter Kolb (BFH). Anhand des Ersatzneubaus Quellengarten in Aarau wird ein Vergleich von Massiv-, Hybrid- und Holzbau gezogen und aufgezeigt, worin die Optimierung für Holzbauplaner und -unternehmer ‹sichtbar› wird.

 

Ein Blick über die Grenzen schliesst den Holzbautag 2018 ab. In der begleitenden Fachausstellung präsentieren über 30 Unternehmen ihre neusten Produkte, Dienstleistungen und Lösungsansätze.

 


Link www.ahb.bfh.ch/holzbautag